Russische Barentsregion (2):
Region Murmansk
Fläche:
144.000 qkm
Einwohnerzahl:
1.100.000
Größte Städte:
Murmansk (400.000 Einw.)
Severomorsk (85.000 Einw.)
Kirovsk, Olenogorsk, Apatity, Monchegorsk, Kovdor, Kandalaksha
Nahezu die gesamte Region Murmansk erstreckt sich nördlich des Polarkreises und umfaßt dabei vor allem die Kola-Halbinsel. Hier erlebt man im Sommer die Faszination der Mitternachtssonne, im Winter herrscht Polarnacht.
Die eisfreie Hafenstadt Murmansk verfügt über leistungsfähige Straßen- und Eisenbahnverbindungen, und verbindet weite Teil der Russischen Föderation mit dem Ausland. Murmansk ist eng mit der benachbarten norwegischen Provinz Finnmark und Finnisch-Lappland verbunden (Linienbusse und Flugverbindungen von Kirkenes und Rovaniemi).
Von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind die reichen Mineralienvorkommen auf der Kola-Halbinsel mit 700 verschiedenen Arten. Das Gebiet hat 35 % der Phosphat-Bestände der GUS-Staaten, der Anteil bei seltenen Metallen beträgt 80 %. Die Region Murmansk ist der größte Phosphatdünger-Hersteller der Welt.
In der Region sind einige große Industrieorte entstanden. Sie bilden einen enormen Kontrast zur ansonsten weitgehend unbesiedelten nordischen Naturlandschaft. Murmansk ist die größte Stadt der Welt in der subpolaren Zone. In der Gemeinde Lovozero leben rund 2.000 sogenannte Kola-Samen (Lappen), die ihre eigene Kultur bewahrt haben.
Aktivitäten für Besucher: Angeln in den besten Lachsflüssen der Welt, Wander- und Jagdreisen sind buchbar, alpine Wintersportmöglichkeiten im Gebirgsgebiet Khibiny. (Ausgangspunkt: Kirovsk mit modernem Hotel). 8 Monate Saison !
Die Großstadt Murmansk (ca. 5 Pkw-Stunden von Kirkenes/Norw.) ist unbedingt eine Reise wert. Die Hauptstraßen sind asphaltiert, bleifreies Benzin gibt es jedoch nur im Gebiet der Stadt Murmansk.
Sehenswert in Murmansk:
Die Stadt MURMANSK (400.000 E.), die über Hotels mit zeitgemäßem Komfort und gute Restaurants verfügt (besonders empfehlenswert: Hotel Polarnie Zori), hat einige beachtenswerte Sehenswürdigkeiten (Heimatkundemuseum, Kunstmuseum, interessante Bauwerke und Denkmäler). Nur wenige ältere Gebäude haben den Krieg überstanden. Hier verkehrt die nördlichste Trolleybuslinie der Welt. Außerdem werden Hafenrundfahrten veranstaltet. Ein besonderes Erlebnis bietet das "Fest der nördlichen Völker" mit winterlichen Wettkämpfen, u.a. Rentierrennen (Ende März/Anf. April).
Kandalaksha (74.000 .) Eine der ältesten Städte in Nordrußland, erste Erwähnung im 11. Jh. Nationalpark mit orhithologischen Besonderheiten. Schöne Wander- und Wintersportmöglichkeiten. Heimatmuseum. Spolokhi-Hotel.
Kirovsk (42.000 E.), Industriestadt am Fuße des Khibiny-Gebirges. Mineralienmuseum, polar-alpiner botanischer Garten. Wintersportzentrum. Eldorado für Mineraliensammler. Modernes Hotel.
Das benachbarte Apatity (73.000 E.) am See Imandra ist ebenfalls eine ausgeprägte Industriestadt. Kulturhistorisches Museum, Mineraliensammlung, Kunsthandwerkszentrum Salma Art.
Olenogorsk (40.000 E.), Industriestadt in typisch sowjetischem Stil (ein Zeitreise-Erlebnis). Kunst- und Heimatmuseum, Mineraliensammlung, russisch-orthodoxe Kirche.
Lovozero (15.000 E.). Kulturzentrum der Samen im Dorf Revda. Sehr sehenswertes samisches Museum. Im Zentrum von Lovozero: interessantes Heimatkunde- und Mineralienmuseum.
Die Region Pechenga mit den Industrieorten Nikel und Zapolyarny (51.000 E.) liegt direkt an der norwegischen Grenze. Kurz nach der Grenze empfehlenswerter Besuch der orthodoxen Kirche Boris Gleb. Hotel Pechenga in Zapolyarny.
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