Färöer

Das gerade mal 1.399 km2 große Land im Nordatlantik besteht aus 18 Hauptinseln und zahlreichen kleineren Inseln und Schären. Zwischen den Inseln gibt es teilweise Dämme, zum Teil auch Fährverkehr.

Auf den Färöern leben 45.700 Einwohner, von denen 80% der evangelisch-lutherischen Kirche angehören. Seit 1948 besitzen die Färöer ein eigenes Parlament, unterstehen aber als autonome Region nach wie vor dem dänischen Königreich. Als Währung wird die färöische Krone ebenso akzeptiert wie die dänische (Entsprechung 1:1). Mit ihrer eigenen Sprache sind die Färöer der kleinste Sprachstamm der Welt.


Tórshavn (16.500 E.). Eine der kleinsten Hauptstädte Europas und internationaler Fährhafen.
Gongin, die alte kleine Hauptstraße mit Häusern aus dem 18. Jh. führt direkt nach
Tinganes. Historisches Viertel, heute Regierungsbezirk. Zahlreiche Gebäude mit Grasdächern aus dem 17.-18. Jh. Havnar Kirkja, hier wird jedes Jahr am 23. Juli, dem Nationalfeiertag, mit einer feierlichen Prozession das Parlament neu eröffnet.

Skansin. Alte Festungsanlage oberhalb des Osthafens (17. Jh.). Løgting (Parlamentsgebäude). Das kleine schwarze Haus mit Grasdach liegt mitten im heutigen Stadtkern an der Niels Finsens Göta.
Føroya Fornminnissavn (Historisches Museum im Stadtteil Hoydal) Schifffahrt, Fischerei, Landwirtschaft.
Naturkundemuseum: geologische, geographische und biologische Sammlung.
Listasavn Føroya (Nationale Kunstgalerie): Überblick über die färöische Kunst, v.a. Gegenwartskunst, wechselnde Ausstellungen.
Nordhurlandahúsidh (Das Nordische Haus): Baumaterialien und Interieur stammen aus Island, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Wechselnde Ausstellungen. Färöische Gegenwartskunst und Kulturabende.
Vidharlundin-Park. Eine der wenigen bewaldeten Stellen der Färöer.
Mariukirkja: Katholische Kirche von 1987 - für die etwa 35 färöischen Katholiken (0,15%)!

  • Nördlich des Campingplatzes befindet sich direkt an der Ausfallstraße Yviri vidh Strond der Helikopter-Landeplatz. Mi., Fr. und So. erreicht man mit dieser öffentlichen „Nahverkehrsanbindung" alle Landesteile der Färöer. Vorreservierung nötig: Tel. 333 410. Je nach Strecke Preise von 280 - 360 FO Kronen .

Nólsoy. Die kleine Insel direkt vor dem Hafen Tórshavns wird i.d.R. zweimal täglich von der Fähre angefahren. Gut für einen Tagesausflug. Wanderung am Westhang zur Südspitze mit ältestem färöischen Leuchtturm möglich (Dauer hin/rück ca. 4 Std.). Im Sommer regelmäßig ornithologische Führungen zum Südosthang: u.a. Papageientaucherkolonie.

  • Hinter Nordhradalur abbiegen. Nach 100 m erreicht man einen Parkplatz mit herrlichem Ausblick auf die Insel Koltur.

  • 1,5 km nach der dänischen Militärstation Mjørkadalur führt eine kleine einspurige Straße mit zahlreichen Kehren auf den Sornfelli. Bis zum Verbotsschild fahren und links den kleinen Stich hineinlaufen. Am Ende links den kleinen Pfad hinauf. Einer der schönsten Ausblicke auf die Nordinseln und Vágar. Vorsicht bei Nebel, es gibt keine Absperrung an der Klippe.

Gleich nach Leynar führt in der folgenden Bucht ein kleiner Stich nach Kvívík. Am Hafen finden sich Ausgrabungen eines Hofes aus der Wikingerzeit.

Vestmanna. Vom Hafen täglich Bootstouren zu den Vestmannabjørgini - Vogelklippen und Grotten. Eindrucksvolles Naturschauspiel. Autofähre zur Insel Vágar, auf der sich auch der Flughafen befindet.

Sandavágur. Wanderung an der Küste von Sandavágur (Auto in der Straße Úti á Dysjum abstellen). Etwa 1 km führt der Weg am steilen Südhang des Húsafelli entlang. Von hier Ausblick auf die Klippe Trøllkonufingur (Hexenfinger)

Midhvágur. Oberhalb des Siedlungskerns liegt der alte Pfarrhof Kálvalidh. (Öffnung nach Absprache Tel +298 333319)
Vorbei am Flughafen Vágar geht es nach Sørvágur, das während des zweiten Weltkrieges wichtiger Stützpunkt der Engländer war. Hier Fähre nach
Mykines.

Bøur. Letzter Ort, der auf Vágar mit dem Auto zu erreichen ist. Ausblick auf die Felsklippen Tindhólmur, Gáshólmur und Drangarnir. Fußweg nach Gásadalur. Dauer der Wanderung etwa 2 Stunden.

Von Hvalvík über die Straße Nr. 592 nach Saksun. Unterwegs passiert man den höchsten färöischen Wasserfall Fossá. Am Ende der Straße liegt Saksun mit dem historischen Hof Dúvugardhar und der alten Kirche (19. Jh.). Im Museumshof werden die Lebensverhältnisse vom Mittelalter bis zum Anfang des 20. Jh. dargestellt. Idyllische Lage am lagunenähnlichen See Pollur, der mit dem Meer verbunden ist. Gute Möglichkeit zum Lachsangeln. Bei Ebbe besteht die Möglichkeit, auf der Sandbank an der Südwestseite des Pollur zum Meer zu laufen.

Wieder in Hvalvík geht es auf der Straße Nr. 594 über Nesvík nach Tjørnuvík. Auf dem Weg dorthin passiert man Langasandur. Totemähnliche Kunstobjekte, von Hand eines seefahrenden Künstlers angefertigt, zieren mehrere Vorgärten.
1,3 km vor Tjørnuvík wird die Straße sehr schmal und steil. Achtung, Schafe auf der Straße! Gute Aussicht auf Tjørnuvík sowie auf die Felsnadeln
Risin und Kellingin.
Der Ort selbst zählt zu den Juwelen unter den färöischen Siedlungen. Zahlreiche Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Große weiße Sandbucht.
Über die Straße
Nr. 62 erreicht man kurz nach Eidhi, einem ehemals wichtigen Fischereizentrum, die 662, die direkt am Slættaratindur (höchster Berg, 882 m) vorbeiführt. Von der höchsten Stelle der Straße bietet sich bei gutem Wetter ein steiler, aber lohnenswerter Aufstieg zum Gipfel des Slættaratindur an.
Über dem Scheitelpunkt führt die Straße
Nr. 632 nach Gjógv (Kluft), einer Siedlung, die ihren Namen durch die spektakuläre natürliche Hafenanlage erhielt. Neben dem Landungsplatz auch zahlreiche alte Holzhäuser. In der Jugendherberge „Gjáargardhur" findet man in nachgebauten Alkoven die romantischste Übernachtungsmöglichkeit der Inseln.

Serpentinenstrecke Nr. 662 hinunter nach Funningur. Der Färöer-Saga zufolge siedelte hier um 825 n. Chr. der erste Wikinger namens Grímur Kamban. Holzkirche von 1847.

  • Abstecher von der Straße Nr. 10 auf der 643 nach Oyndarfjørdhur. Gleich am Ortseingang befinden sich im Fjord zwei so genannte Wackelsteine (Rinkusteinar), die durch die Wellen des Meeres ständig hin- und herschaukeln.

Toftir, Nes. Die moderne Frederikskirken des Architekten Høgni W. Larsen ist von Juni - August zu besichtigen.

Ausflüge in die peripheren Regionen:

Mykines. Für Papageitaucher-Liebhaber. Anreise von Sørvágur mit der Fähre „Súlan" (tgl.) oder Vágar Airport (Helikopter, Mi, Fr, So).

Kalsoy. Einmal am Tag verkehrt eine Fähre von Klaksvík nach Kalsoy. Die Zeit bis zur Rückfahrt reicht genau aus, um mit dem Bus nach Trøllanes zu fahren und zum Leuchtturm an der Nordspitze zu laufen.

Klaksvík (4.400 E.). Zweitgrößte Stadt der Färöer und Verwaltungszentrum der Nordinseln. Christianskirche. Nordhoya Fornminnissavn (Historisches Museum der Nordinseln).

Svínoy und Fugloy. Die „Schweine-" und die „Vogelinsel" sind die zwei nördlichsten Außenposten der Färöer. Fähre mehrmals wöchentlich von Hvannasund auf Vidhoy. Der Ausstieg am Bootsanleger der Dörfer Kirkja und Hattarvík auf Fugloy ist ein ganz besonderes Erlebnis! Im Sommer Übernachtungsmöglichkeit auf Svinoy in der örtlichen Schule.

Stóra Dímun. Der entlegenste Bauernhof der Färöer. Lediglich eine Familie betreibt seit Jahrhunderten Landwirtschaft auf diesem Eiland, das heutzutage nur per Helikopter besucht werden kann (keine Übernachtungsmöglichkeit).

Sudhuroy. Täglich Autofähre von Tórshavn nach Drelnes und Vágur.

Kommt man von Trongisvágur nach Hvalba, biegt man direkt hinter dem Tunnel rechts ab. Nach wenigen hundert Metern erreicht man die letzte färöische Kohlemine mit vier Bergleuten, die den Besucher gern in den Stollen führen. Kurz vor Hvalba Blick auf die Insel Lítla Dímun.

Tvøroyri (1.700 E.) Verwaltungszentrum Sudhuroys. Basaltsäulen oberhalb der Kirche. Von hier erreicht man über die Straße Nr. 27 Frodhba; auf dem Weg finden sich die schönsten Basaltformationen der Inseln.

Fámjin. In der Ortskirche befinden sich die erste Flagge der Färöer von 1919 sowie ein Runenstein aus dem 16. Jh.

Trotz des neuen Tunnels zwischen Lopra (hier wird nach Öl gebohrt) und Sumba sollte man die alte Bergstraße wählen.

Sumba. Der südlichste Ort der Inseln. Herrlicher Blick auf die imposante Westküste Sudhuroys mit 300 m hohen Klippen.

  • Über die Straße 212 Ausflug nach Akraberg. Südlichster Punkt der Färöer. Leuchtturm.

Weitere Informationen:

Faroe Islands Tourist Board
P.O.Box 118
FO 110 Tórshavn
Faroe Islands

Tel. (+298) 355 800
Internet: www.visit-faroeisland.com

Anreise:

Smyril Line

SMYRIL LINE
J. Broncksgøta 37, P.O.Box 370
FO-110 Tórshavn

Tel. (+298) 34 59 00, Fax (+298) 34 59 50
eMail:
office@smyril-line.fo
Internet:
www.smyril-line.com


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