Die Perle der Ostsee
Helsinki / Helsingfors
540.000 Einwohner, fast 1 Mio. in der gesamten Region.
8,7% (37.000) sind schwedischsprachig.HELSINKI wurde 1550 von Gustav Vasa gegründet. Die Stadt befand sich ursprünglich dort, wo der Vantaa-Fluß in den Finnischen Meerbusen mündet, wurde aber 1640 an die heutige Stelle verlegt. Nach dem Brand 1807 begann eine Aufbauperiode im großen Stil. 1812 löste Helsinki mit 4.000 Einwohnern Turku als Hauptstadt ab, 1828 wurde auch die Universität hierher verlegt. Der frühe planmäßige Ausbau als Hauptstadt ist untrennbar verbunden mit den Namen J.A. Ehrenström und C.L. Engel. Im Jahr 2000 feierte die Stadt ihren 450. Geburtstag und bot als Europäische Kulturhauptstadt den Besuchern ein facettenreiches Programm.
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Senatsplatz (Senaatintori). Statue des russischen Zaren Alexander I., umgeben von Dom (tuomiokirkko), Universität und Regierungspalais im Empire-Stil von Engel. Eine Prachttreppe führt zum Dom, der mit vier Türmen und einer mächtigen Kuppel versehen ist. Im Innern Statuen von Luther, Melanchton und Agricola, dem Reformator Finnlands. Sederholmhaus (1757), das älteste Steinhaus der Stadt.
Die auf einem grünen Hügel thronende russisch-orthodoxe Uspenski-Kathedrale (1868) mit ihren goldenen Zwiebeltürmen im Stadtteil Katajanokka. Sehenswert die Jugendstilfassaden der Luotsikatu. Restaurierte Hafenmagazine bieten moderne Geschäfte und laden zum Bummel, z.B. die Passage Vanka Satama.
Marktplatz (Kauppatori). Kunterbunte Marktstände: Fisch, Obst, Beeren, Blumen, Handwerk und Cafés. Der Heringsmarkt beginnt Anfang Oktober. Stadthaus und Präsidentenpalast. Markthalle am Kai. Traditionsreicher Holzpavillon Kappeli mit Café-Brasserie in der Glasveranda Glasveranda am Beginn der Esplanade, einem kleinen, länglichen Park in der Stadtmitte, der sich vom Marktplatz bis zum Schwedischen Theater zieht. Namhafte finnische Geschäfte für Mode, Schmuck und Design: Arabia, Marimekko, Pentik, Aarikka an der Pohj. Esplanadi und angrenzenden Straßen. In einer Ecke der Mikonkatu liegt das Kunsthandwerksgeschäft Helky.
Akademische Buchhandlung, die größte Nordeuropas. Die Kirjakauppa gehört zum großen Warenhaus Stockmann gleich nebenan. Die belebte Alexanterinkatu, Fußgängerzone und Straßenbahnstrecke, die zum Senatsplatz führt. Mikonkatu, Fußgängerzone mit überdachtem Hof.
Mannerheimintie, breite, belebte Hauptstraße. Geschäftszentrum. Am Busbahnhof der renovierte, als Medienzentrum genutzte Lasipalatsi und der Tennisplatsi mit Multiplexkino und -Museen für Ethnologie und Fotographie. Nicht weit davon der eindrucksvolle Bahnhof (1919) nach dem Entwurf des bekannten finnischen Architekten Eliel Saarinen, das Bahnhofsrestaurant ist Schauplatz von Brechts "Flüchtlingsgesprächen".
Reichstag, ein wuchtiges Gebäude von J. S. Sirén im neoklassizistischen Stil. Mannerheims Reiterdenkmal, direkt neben dem Kiasma, dem neuen Zuhause für Gegenwartskunst. Überragend: Das Sanomattalo, der neue gäserne Zeitungspalast mit Ausstellungsräumen und Restaurant-Café. Außerdem die Finlandiahalle von Alvar Aalto. Weißer Marmor und grauer Granit, Kongress- und Konzertsäle.
Finnische Nationaloper (1993) mit Glaswänden in Richtung Töölöbucht. Große Bühne, Platz für 1.385 Zuschauer.
Die schöne Temppeliaukio-Kirche, in den Felsen hineingesprengt. Von außen ist nur die niedrige Kupferkuppel zu sehen, die ein wenig an eine fliegende Untertasse erinnert. Die Kirche ist entworfen von Timo und Tuomo Suomalainen.
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An der Mechelininkatu liegt der Sibeliuspark mit dem Sibeliusmonument aus geschweißtem und poliertem Stahl von Ella Hiltunen (1962-67). Friedhof auf der Halbinsel Hietaniemi (Sandudd) mit dem Grab von Marschall Mannerheim.
Museen: Ateneum (Finnische Nationalgalerie). Museum für moderne Kunst, neueingeweiht 1991. Finnische Werke von 1700 bis heute, ausländische Kunst aus verschiedenen Epochen. Kiasma, Museum für zeitgenössische Kunst, eröffnet im Frühjahr 1998. Amos Anderson Kustmuseum mit finnischer Kunst des 19. und 20. Jh. und ausländischen Werken, Sinebrychoff, Didrichsen und andere Kunstmuseen. Nationalmuseum (Kansallismuseo), finnische Geschichte und Volksleben in einem großen nationalromantischen Gebäude.
Stadtmuseum (Kaupunginmuseo) in der Villa Hagasund (Hakasalmen Huvila, 1848). Inneneinrichtung, Schmuck, Trachten und Spielzeug. Zum Museum gehört das Herrengut Tuomarinkylä (Domarby) von 1790. Sprutmästarens Gård im ältesten Holzhaus der Stadt (19. Jh.) und Arbeiterwohnungsmuseum. Technisches Museum.
Das Freilichtmuseum auf der sehr schön gelegenen Insel Seurasaari mit alten Gebäuden und der Holzkirche von Karuna. Das Mannerheimmuseum im Haus des Marschalls. Museum in Tamminiemi, dem Haus von Präsident Urho Kekkonen, in dem er bis zu seinem Tode 1986 lebte.Viele andere Museen über Architektur, Design, Bank, Flugzeug, Fotokunst, Geologie, Hotel- und Restaurant, Krieg, Kunsthandwerk, Kunstindustrie, Landwirtschaft, Luftfahrt, Medizin, Meierei, Mission, Post, Schiffahrt, Theater, Uhrmacherei, Zoll, Zoologie.
Olympiastadion, für die Olympischen Spiele 1952 errichtet mit 72 m hohem Aussichtsturm. Wäinö Aaltonens Denkmal des finnischen Läufers und Nationalhelden Paavo Nurmi. Seine vergoldeten Schuhe werden wie die Reliquie eines modernen Heiligen im Stadion aufbewahrt.
Korkeasaari Tierpark (Högholm) mit Aquarium und 1995 eröffnetem Südamerikahaus. Zu erreichen per Boot vom Nordhafen. Linnanmäki Vergnügungspark mit einer 40 Jahre alten Achterbahn aus Holz.
Zu den Attraktionen von Helsinki gehören ausgezeichnete Gaststätten, wobei der russische Einschlag besonders interessant ist. Fazers Konditorei in der Kluuvikatu mit denkmalgeschützter Inneneinrichtung. Das Café des Sozietätshauses, gegenüber vom Hauptbahnhof. Café Aalto des Akademischen Buchhandels und Café Ursula am wunderschönen Stadtpark Kaivopuisto westlich des Zentrums gelegen. Morgens Trödelmarkt auf dem Hietalahtimarkt (Hietalahden tori).
Im Hotel Presidentti befindet sich das führende Spielcasino des Landes, betrieben von der Spielautomatenvereinigung.Die Festungs- und Museumsinsel Suomenlinna (Sveaborg) steht auf der UNESCO-Liste für weltweites Kulturerbe. Boot vom Marktplatz zur Festung, die heute Museum, Nordisches Kunstzentrum, Freizeitgebiet und Unterkunft für Kulturstipendiaten ist.
Die Festung wurde 1748 von A. Ehrensvärd erbaut und gleicht einem ganzen Stadtteil mit 200 Gebäuden und 1.000 Einwohnern auf sechs Inseln. Sie galt als uneinnehmbar, wurde jedoch von den Russen 1809 kampflos erobert.
Zur 250-Jahr-Feier 1998 neu errichtetes Suomenlinna-Museum, Armfeltsmuseum, Ehrensvärdsmuseum, Kriegsmuseum, Küstenartilleriemuseum. Das U-Boot Vesikko, Spielzeugmuseum.Die Insel Harakka (Stora Räntan) mit üppigem Pflanzenwuchs, vielen Vogelarten, Wohnort vieler Künstler, Ausstellungen über Umwelt und Naturschutz, Freilichttheater, Naturpfaden.
Unterwegs in Helsinki: Straßenbahn (seit 1891, damals mit Pferdewagen), Bus, S- und U-Bahn. Mit der Straßenbahnlinie 3T (und mit Linie 7) lässt sich eine schöne, ca. einstündige Rundfahrt machen. Die Helsinki-Karte gilt wahlweise einen, zwei oder drei Tage. Sie bietet Gratisfahrten mit Verkehrsmitteln im Hauptstadtbereich und freien Eintritt zu vielen Museen und Sehenswürdigkeiten. Eine Investition, die sich fast immer lohnt. Daneben gibt es auch verbilligte Touristentickets für den hauptstädtischen Verkehrsraum mit begrenzter Gültigkeitsdauer.
Neben Schiffsrundfahrten durch die Schären vor Helsinki kann man schöne Bootsausflüge u.a. mit dem Dampfer J. L. Runeberg unternehmen, der im Jahre 1912 vom Stapel lief. Die Schiffe fahren normalerweise täglich um 10 Uhr ab Markt. Anlaufhäfen: Loviisa, Porvoo/Borgå, Tammisaari/Ekenäs und Hanko/Hangö.
- Tourismus- und Kongreßbüro der Stadt Helsinki
Pohjoisesplanadi 19
FIN-00100 Helsinki
Tel. +358-9-169 3757
Fax +358-9-169 3839
e-mail: tourist.info@hel.fi
Touristeninformation auf Englisch:
www.hel.fi/tourism/
ESPOO / ESBO
Stadt (203.000 E.) westlich von Helsinki, mit dem als Gartenstadt geplanten Zentrum Tapiola. Vom Café in der 13. Etage des Zentrumshauses gute Aussichtsmöglichkeit. Espoo Kulturzentrum mit Konzertsaal, Museum und Theater. Technische Hochschule in Otaniemi/Otnäs. Kongresszentrum Dipoli, das der Studentenschaft der Technischen Hochschule gehört. Espoo Kirche aus dem 15. Jh. mit schönen Malereien, die denen in Lohja und Hattula ähneln. Hanasaari, nordisches Kulturzentrum. Gutshof Glim aus dem 16. Jh. Gebäude aus dem 19. Jh.
Gallen-Kallela-Museum in Tarvaspää, Heim und Atelier des berühmten finnischen Künstlers Akseli Gallén-Kallela (1865-1931), von ihm selbt entworfen. Cafégebäude von 1860. Automuseum in Backby. Hvitträsk, siehe E 18. Nordwestlich von Espoo erstreckt sich der Nationalpark Nuuksio und bietet viele Möglichkeiten aktiver Freizeitgestaltung.
VANTAA / VANDA
Finnlands viertgrößte Stadt (172.000 E.) mit internationalem Flughafen. Dennoch (wie z.T. auch Espoo) typische Trabantenstadt (Schlafstadt) mit sehr guter Verkehrsanbindung an das Zentrum der Hauptstadt.
Das Wissenschaftszentrum Heureka in Tikkurila: "Museum" mit vielen technischen Experimenten zum Selbstausprobieren, das größte seiner Art in ganz Nord-europa. Wechselnde Sonderschauen.
Streckenbeschreibungen:
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