Regional-Info
Die Region Myvatn og Laxá (4.400 qkm) ist das größte Naturschutzgebiet, in dem unbedingt ein mehrtägiger Aufenthalt eingeplant werden sollte.
In den letzten 8.000-9.000 Jahren haben zahlreiche Vulkanausbrüche die Region geformt.
Myvatn / Mückensee (37 km2), viertgrößter See. Einzigartiges Biotop, da hier im Frühling 17 Entenarten brüten, und eine phänomenale Vielfalt vulkanologischer Formationen auf engstem Raum geboten wird. Der See ist ein von mehreren Lavaströmen geformtes Auffangbecken für Quellflüsse und heiße Grundwasservorkommen. Die Myvatn-Region zählt nach Thingvellir am meisten Besucher.
Reykjahlídh (650 Ew.) mit Hotel, Zeltplatz, Fahrradverleih und vielen Ausflugsangeboten. 2 km östlich des Dorfes steht das Kraftwerk Bjarnarflag und eine Fabrik, die Kieselalgenschlamm vom Seegrund abpumpt und Kieselgur produziert.
Skútustadhir, kleiner Ort am Südufer des Sees. Hier sind die sog. Pseudokrater am leichtesten zugänglich. Dabei handelt es sich um kraterförmige Aufwerfungen von bestechender Symetrie, die einen halben bis 50 m Durchmesser haben.
Dimmuborgir/Die Dunklen Burgen, bizarre Lavaformationen östlich des Sees. Dem Volksglauben nach leben hier Trolle. Spaziergang auf zwei markierten Rundwegen.
Hverfjall nördlich der Dimmuborgir ist der größte Explosionskrater der Welt. Vor 2.500 Jahren wurde er innerhalb weniger Tage aufgeworfen. Der Tuffwall erhebt sich bis zu 170 m über die Umgebung, der Umfang beträgt ca. 4 km. Steiler Anstieg auf losem Geröll.
Höfdhi, Anfang des Jahrhunderts angelegte, unter Naturschutz stehende private Parkanlage am Ostufer, inmitten der Lavamassen und Kraterberge. Bekannte Fotomotive mit Lavatürmen im See.
Stóragjá/Grjótagjá, mit heißem Wasser gefüllte, begehbare Felsspalten, in denen vor dem Anstieg der Temperatur auf über 50 °C gebadet wurde.
Námafjall, buntschimmernder Bergrücken östlich von Reykjahlídh. An seinem westlichen Rand liegt das Solfatarenfeld Námaskardh mit blubbernden Schlammpfuhlen und zischenden Bohrlöchern. Durch die hohe Temperatur an der Erdoberfläche wird der Boden zersetzt und schimmert in rot (Eisen), gelb (Schwefel) und weiß (Silizium). Von 1500-1860 wurde hier Schwefel für den Export abgebaut. Wichtig: Die abgesperrten Zonen müssen wegen Einbruch- und Verbrennungsgefahr strikt beachtet werden.
Krafla, (818 m) nordöstlich von Reykjahlídh gelegener Vulkan, an dessem Fuß das Geothermalkraftwerk Kröfluvirkjun liegt.
Víti, am Fuße der Krafla gelegener Kratersee, der durch einen Ausbruch am 17. Mai 1724 entstanden ist. Einziges Maar Islands.
Leirhnúkur, östlich von Reykjahlidh (Stichstraße zur 1), von Wanderwegen erschlossenes Gebiet mit rabenschwarzer Lava aus der Eruptionsphase von 1975-84. Zahlreiche Spalten dampfen, der Boden ist stellenweise glühendheiß. Neben der Námaskardh die schönsten Solfataren Islands.
- Upplysingamidhstödh Reykjahlídh
neben dem Freibad, Tel. 464 4390
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