Minikarte: Höfn - Myvatn

Ringstraße 1und 96:

Höfn - Egilsstadhir - Myvatn

(482 km)

Über Str. 864, 85 & 87:

Egilsstadhir - Húsavík - Myvatn (611 km)


Höfn (1.800 Ew.), wichtigster Fischereihafen der Südküste. Faszinierende Kulisse gegenüber dem Vatnajökull. Heimatmuseum in einem historischen Kaufmannsladen von 1890.

Die Paßstraße Almannaskardh (152 m) wenige Kilometer östlich bietet eines der schönsten Panoramen des Landes.

Djúpivogur (450 Ew.), idyllisches Fischerdorf. Im Hotel Wanderkarte für die Küstenabschnitte der Umgebung. Bootsausflüge auf die unbewohnte Insel Papey, nach irischen Mönchen, die hier bei der Ankunft der Wikinger ansässig waren, "Pfaffeninsel" genannt. Kleinste Kirche des Landes.

Im größten Tal der Ostfjorde, dem Breidhdalur, verläßt die Ringstraße die Küste und führt über die Paßstraße Breidhdalsheidhi (470 m) nach Egilsstadhir, dem Zentrum des Ostlandes.

Die Küstenstraße führt auf der 96 an den zerklüfteten Südfjorden entlang, einer dünn besiedelten, beeindruckenden Steilküstenlandschaft, in denen "skrídhur", gewaltige Schotterhänge, überwunden werden müssen. Steinschlaggfahr! Die Ostfjorde Islands sind berühmt für Mineralienfunde, besonders Bergkristall, Jaspis und Zeolith.

In Stödhvarfjördhur (300 Ew.) befindet sich mit Steinasafn Petru eines der schönsten Museen des Landes.

Im Fáskrúdhsfjördhur hatte von 1852 bis 1935 die französische Fischereiflotte ihren Hauptstandort. Geblieben sind eine französische Kapelle, ein Friedhof und das Krankenhaus.

Im Reydharfjördhur Anschluß nach Egilsstadhir über die 34 km lange Verbindung Fagridalur.

Egilsstadhir (1.500 Ew.), Mittelpunkt für Handel, Verkehr und Tourismus im Ostland. Egilsstadhir wurde 1945 gegründet. Der See Lögurinn ist ein in einer Gletscherrinne aufgestauter Fluß mit einer Tiefe von 112 m. In ihm soll "Ormurinn", die Schlange wohnen, die isländische Verwandte von Nessie. Dies ist eine der wärmsten Regionen Islands.

Nach dem Bau der 300 m langen Holzbrücke ans andere Ufer entstand dort Fellabær.

Von Egilsstadhir eintägiger Ausflug rings um den See Lögurinn. Ein Spaziergang im Hallormstadhaskógur (mit 650 ha der größte Wald Islands), die Besichtigung einer Nachbildung der mittelalterlichen Kirchentür von Valthjófsstadhir, sowie die Wanderung zu den Wasserfällen Hengifoss (118 m) und Litlanesfoss gehören zu den Höhepunkten.

Die Ringstraße 1 von Egilsstadhir nach N ist die kürzeste Verbindung vom Ostland ins Myvatn-Gebiet. Aus dem engen Jökulsdalur geht es in Serpentinen auf die Hochebene Jökulsdalsheidhi, die noch bis Mitte des Jh.s besiedelt war. Zwischen zwei Bergketten eingeschlossen liegt in einem weiten Tal Islands höchstgelegener Hof (469 m), Mödhrudalur, ein beliebtes Bergcafé.

Eine Schlaufe, auch als Tagesausflug ab Myvatn (siehe Regionalinfo), führt nun über die Str. 864, 85 und 87 zum Dettifoss und an der Küste über Húsavík zum Myvatn.

Die 864 führt nach N ins Gebiet des Nationalparks Jökulságljúfur (150 km2). Zu seinen Naturschauspielen gehört der Flußlauf der Jökulsá á Fjöllum, der Wasserfall Dettifoss, die Felsenschlucht Ásbyrgi und die Basaltformationen Hljódhaklettar. Die Jökulsá á Fjöllum ist mit 206 km längster Fluß des Landes.

Dettifoss

In ihrem letzten Drittel hat sie einen Canyon mit fünf aufeinanderfolgenden Wasserfällen ausgegraben. Am gewaltigsten ist der Dettifoss, 50 m hoch, der mächtigste Wasserfall in Europa. Ásbyrgi, die Asenburg, ausgetrocknetes Flußbett der Jökulsá nahe dem Meer. 3,5 km lange, hufeisenförmige Schlucht. Der Sage nach durch einen Huftritt von Odins Pferd Sleipnir entstanden.

Auf der Tjörnes-Halbinsel Vogelbeobachtung an den Klippen sowie ein Mineralien- und Fossilienmuseum.

Húsavík (2500 Ew.), "Häuserbucht", Dienstleistungszentrum des NO und Exporthafen. Holzkirche von Húsavík (1907) mit kreuzförmigem Grundriß. Das Holz stammt aus Norwegen, der pagodenförmige Baustil erinnert an Stabkirchen. Safnahúsidh á Húsavík, kleines Heimatmuseum mit einem präparierten Eisbären. Walbeobachtungsfahrten mit historischem Heringsfänger.