Minikarte: Selfoss - Höfn

Ringstraße 1:

Selfoss - Vík í Myrdal - Höfn

(416 km)



Hella (700 Ew.), Ausgangsort für Touren zu einem der bekanntesten und aktivsten Vulkane Islands, der Hekla (1.521m). Im Mittelalter in Europa berüchtigt als "Tor zur Hölle". Spaltenvulkan, in dessen schneebedeckter Gipfelregion eine 4-7 km lange Eruptionsspalte in regelmäßigen Abständen Lava fördert. Die Hekla hat weite Teile des südwestlich vorgelagerten Tieflandes unbewohnbar gemacht. Im Thjórsárdalur ist die Rekonstruktion des Wikingerhofes Thjódhveldisbærinn zu besichtigen, der dem Ausbruch von 1104 zum Opfer fiel. Letzter großer Ausbruch 1947, zuletzt 1991.

Hvolsvöllur (800 Ew.), größter Ort bis ins 370 km entfernte Höfn. Ausgangspunkt für Touren in die Thorsmörk, 30 km langes Tal zwischen den Gletschern Eyjafjallajökull, Myrdalsjökull und Tindfjallajökull. Beliebtes Wandergebiet bei der Bevölkerung von Reykjavík mit Berghütten, Zeltplätzen und täglichen Busverbindungen. Nach der Brücke über den Gletscherfluß Markarfljót vorbei am Wasserfall Seljandafljót. Zufahrt wegen gefährlicher Flußdurchfahrten ausschließlich für Allradfahrzeuge. Ausgangspunkt für drei- bis viertägige Fernwanderung ins Thermalgebiet Landmannalaugar.

Skógar, Hotel, 60 m hoher Wasserfall Skógarfoss und berühmtes Volkskundemuseum Skógar mit vielen Exponaten zu Kunst und Handwerk der Südküste. Nach 6 km, am östlichen Ufer der Jökulsá, Stichstraße bis an den Rand der Gletscherzunge Sólheimajökull.

Vík í Myrdal (430 Ew.), einziger Ort Islands am Meer ohne Hafen. Dafür von der Tankstelle (!) Abfahrt zu faszinierenden Vogelbeobachtungen entlang der Sand- und Felsenküste mit einem Amphibienboot (v.a. von Mai bis Mitte Juli). Der Strand von Vík wurde in den USA zu einem der zehn schönsten Strände weltweit gewählt.

Eldhraun (Feuerlava), ein ca. 25 km breites Lavafeld vom Ausbruch der Lakispalte 1783 nördlich im Landesinnern. Einer der größten historischen Ausbrüche der Erdgeschichte förderte 565 km2 Lava mit einem Volumen von 12 km3. Ein Viertel der Isländer starb in der Hungersnot der folgenden Jahre.

In Kirkjubæjarklaustur (200 Ew.) erinnern zahlreiche Flurnamen und die sehenswerte Basaltsäulenformation Kirkjugólfidh an ein mittelalterliches Kloster.

Skeidharársandur, 45 km breite unbewohnbare Schwemmlandschaft südlich des Gletschers Vatnajökull, die seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren von den Gletscherflüssen aufgeworfen und nach dem spektakulären Ausbruch unter dem Vatnajökull 1996 überflutet wurde. Die letzte Brücke wurde 1974 fertiggestellt.

Nationalpark Skaftafell (1.600 km2) mit Islands größtem Campingplatz. Vielfältige Wandermöglichkeiten in alpiner Gebirgslandschaft. Blick auf die Gletscherspitze Hvannadalshnúkur (2.119 m) im O, die höchste Erhebung des Landes. Spaziergang zum malerischen Svartifoss und Besichtigung der restaurierten Torfkirche Hof östlich von Skaftafell.

Vatnajökull, mit 8.300 km2 größter Plateaugletscher Europas mit einer durchschnittlichen Eisdicke von 500-800 m, an einigen Stellen über 1.000 m. Volumenmäßig zweieinhalbmal so groß wie alle Alpengletscher zusammen. In den letzten 100 Jahren um fast 10 % geschmolzen. Unter dem ewigen Eis befinden sich zahlreiche aktive Vulkane und Geothermalgebiete, die, wie im Herbst 1996, das Gletschereis abschmelzen und zu gigantischen Überflutungen führen können.

Jökulsárlón, über 180 m tiefe Gletscherlagune auf Meereshöhe, die seit den dreißiger Jahren durch den Rückzug eines Gletscherarmes um ca. 4 km entstanden ist. Ausflugsboote kreuzen zwischen 30 m hohen Eisbergen, die von der Gletscherkante in die Lagune "kalben". Seehundbeobachtung am Meer.