Mini-Karte: Bru - Brajánslækur / Stykkishólmur - Reykjavík

Str. 54, 574 & Ringstraße 1:

Stykkishólmur - Snæfellsnes - Reykjavík

(349 km)



Breidhafjördhur, weite flache Bucht mit unzähligen Inseln und Schären. Auf der einzigen ganzjährig bewohnten Insel Flatey legt die Fähre an. Ausflüge in die Inselwelt per Boot ab

Stykkishólmur (1.300 Ew.), dem größten Ort der Halbinsel Snæfellsnes, von der man als "Island en miniature" spricht. Stykkishólmur ist bereits seit dem 16. Jh. beliebter Warenumschlagplatz. Im Heimatmuseum Norska Húsidh, erbaut 1832 von Árni Thorlacius, werden die Lebensverhältnisse der Oberschicht im 19. Jh. dokumentiert.

Die Nordseite der Halbinsel ist auf der Fahrt nach W stark zerklüftet. Grundarfjördhur (800 Ew.) wird beherrscht von dem markanten Basaltklotz Kirkjufell (463 m).

Ólafsvík (1200 Ew.) entstand trotz der vor in Nordstürmen ungeschützten Lage in der Nähe der Fischgründe. 1697 Handelsrecht durch den dänischen König. Kleines Lokalmuseum im Gamla Pakkhúsidh von 1844.

Islandpferde am Snaefjellsjökull

Snæfellsnesjökull (1.446 m), einer der kleinsten (11 km2, Anfang des Jh.s noch doppelt so groß), aber auch faszinierendsten Gletscher Islands. Unter seiner Eiskappe verbirgt sich ein erloschener Zentralvulkan. Geführte Gletschertouren in 6-7 Stunden.

Rundfahrt um den Gletscher auf der 574, durch wilde Lavafelder, vorbei an malerischen Strandabschnitten und kleinen Siedlungen. Museum Sjómannagardhurinn mit rekonstruierter Fischerbehausung und Zwölfruderer von 1826. Arnarstapi, reizvolles Fischerdorf südlich des Gletschers mit kleinem Hafen und beeindruckender Steilküste. 1,5 Std. zu Fuß entlang des Kliffs zum Dorf Hellnar. Búdhir, alter Handelsplatz nahe dem Lavafeld Búdhahraun, Wandergebiet mit schönen Kratern, Lavahöhlen und üppiger Vegetation. Im O der Halbinsel gibt es zahlreiche auffällige Überreste vulkanischer Tätigkeit: Basaltsäulen Gerdhuberg, Tropfsteinhöhlen von Gullborgarhraun und der 60 m das Umland überragende Ringwallkrater Eldborg.

Borgarnes (1.800 Ew.), am Nordufer des Borgarfjördhur an der Ringstraße. Güterumschlagplatz. Bekannt als Heimat von Egill Skallagrímsson (910-990), bekanntester Sagaheld und Dichter aus der Zeit vor der Christianisierung.

Auf der Ringstraße sind es von der Wegkreuzung Brú im N 88 km nach Borgarnes. Das 3.000-4.000 Jahre alte Lavafeld Grábrókarhraun neben der Straße gehört zu einer erloschenen Vulkanzone. Spazierpfad auf den 75 m hohen Schlackekegel Grábrók.

Akranes (5.400 Ew.), 15 km westlich der Ringstraße. Fischerdorf seit dem 17. Jh. Mehrfach tgl. Autofähre nach Reykjavík. Byggdhsafnidh á Gördhum, Heimatmuseum im alten Pfarrhof, u.a. Segelschiff "Sigurfari" aus Eiche von 1885, bis 1970 im Einsatz.

Hvalfjördhur, 30 km langer Fjord, der derzeit untertunnelt wird. Am Nordufer liegt die Kirche von Saurbær, Heimat des isländischen Psalmendichters und Pfarrers Hallgrímur Pétursson (1614-1674). Im inneren Fjord stillgelegte Walfangstation, die einzige, die die Isländer jemals selbst betrieben (1948-89). Die vier Walfängerboote liegen eingemottet im Hafen von Reykjavík.