E 10: Riksgrensen - Sortland - Å (369 km)
Eine phantastische Strecke durch eine Alpenlandschaft im Meer. Zur Inselgruppe Vesterålen gehören die Inseln Langøya, Andøya, Hadseløya, der Westteil von Hinnøy und der nördliche Teil von Austvågøy. Die Lofoten bestehen im wesentlichen aus Austvågøy, Vestvågøy, Flakstadøy, Moskenesøy, Værøy und Røst. Mildes Klima dank Golfstrom. Nur im Januar und Februar sinkt die Durchschnittstemperatur auf -1° C. Von Januar bis April findet der Lofotfischfang statt, an dem einige hundert Fischer beteiligt sind. Vor 40 Jahren lag die Teilnehmerzahl noch bei 40.000. Es wird vor allem arktischer Kabeljau (Dorsch) gefangen. Auffallend die vielen "Rorbuer", Fischerhütten, die am oder sogar auf dem Wasser eigens für den Lofotfischfang gebaut wurden. Heute sind sie renoviert und werden an Touristen vermietet. Der Standard reicht von einfach bis komfortabel.
Bjerkvik an der E 6. Herjangsfjell (200 m). Stillgelegte Eisenerzgruben bei Bogen. Im Krieg deutscher Marinestützpunkt. Flugplatz Evenes bei Nautå. Str. 824 nach Ramsund. Über die Tjeldsund Brücke (1.001 m lang und 41 m hoch) auf die Insel Hinnøya, Norwegens größte Insel (2.200 km²).
Str. 83 nach Harstad (23.150 E.) auf Hinnøy, das sich zur Ölstadt von Nordnorwegen entwickelt. Strategischer Mittelpunkt der Region. Großes Vergnügungsbad Grottebadet. Hafen- und Industriegebiete bei Sørstangnes. Fischindustrie. Zudem reichhaltiges Kulturprogramm, z.B. Nordnorwegen-Festspiele im Juni, Harstad Kulturhus. Gute Angel- und Freizeitmöglichkeiten. Im Juli internat. Meeresangelfestival. Auf dem weltältesten Schoner "Anna Rogde" kann man durch die hübsche Schärenlandschaft fahren. Mitternachtssonne 22.5.-18.7. Dunkelzeit vom 30.11.-12.1. Nordlicht von Okt.-April. Trondenes Kirche (1250). 5 m dicke Friedhofs- und Verteidigungsmauer. Museumssiedlung Grytøy. Trondenes Historiske Senter, Ausstellung und Erlebnisreise durch das Mittelalter, die Wikingerzeit bis hin zur Gegenwart. Trastad Samlinger, Kunst von geistig Behinderten. Weiterfahrt nach Langvassbukt an der E 10. Fähre Revsnes-Flesnes (20 Min.).
Sandtorg. Alter Handelsplatz. In Kåringen zweigt Str. 85 nach Lødingen ab, dort Fähre nach Bogenes an der E 6 (60 Min., 10x tägl.). Brücke Sortlandsbrua (961 m).
Str. 82 nach Andenes. Risøyhamn mit Museumsdorf. Dverberg. Achteckige Kirche. Naturreservat mit interessanter Vogelwelt. Große Moore mit Multebeeren. Pflückrecht haben hier nur die Einheimischen! Andenes. Fischereihafen, Fischereibetriebe. 2,5 km lange Schutzmole mit schönem Leuchtturm. Walsafari mit fast garantierter Sichtung von Pottwalen. Eine Tour dauert ca. 3 1/2 Stunden und kostet ca. NOK 700,-, inkl. Suppe, Kaffee, Keksen und Tabletten gegen Seekrankheit. Walzentrum mit Multimediaprogramm. Ausstellungen zum Thema Walforschung und Walfang. Café Moby Dick. Schöne Aussicht auf das Meer. Das *Polarmuseum berichtet vom Leben der Polarforscher und Pelztierjäger auf Svalbard und von Fischern. Hisnakul Naturmuseum zeigt Geologie, Vögel und Fische der Region u.v.m. Diaschau über das Nordlicht.
Auf dem Weg nach Bleik kommt man an einem Abschussplatz für Forschungsraketen vorbei. Fischerort Bleik. Ein Stück von der Küste entfernt liegt die zuckerhutförmige Insel Bleiksøya. Reiches Vogelleben. Vogelsafari möglich. Fähre Andenes-Gryllefjord (1 Std. 50 Min./Juni-August) auf der Insel Senja mit schönen kleinen Fischerdörfern (Hamn, Eidebrygga, Flakkstadvåg, Bøvær, Ersfjord) an der Küste. Insel Tranøya im Solbergfjord mit Resten uralter Besiedlung
Sortland (9.500 E.). Hauptort der Vesterålen. Hafen und Küsten-wache. Mitternachtssonne 23.5.-23.7.
Der westliche Teil von Langøya ist eine dem offenen Atlantik zugewandte atemberaubende Gebirgswelt. Auf der Str. 820 sind es 63 km bis Nykvåg, wo der Vogelfelsen direkt von der Straße aus zu beobachten ist. Weiter südlich geht es nach Vinje. Aussicht auf den schrägen Reka (607 m), dessen Südwestwand noch nie bezwungen wurde. Hinter Myre, moderner Fischerhafen (Str. 821), einmalige Ausblicke auf das Nordmeer und die Mitternachtssonne in Stø. Nyksund. Einst lebhaftes Fischerdorf, in den 1970-ern verlassen. Mitte 1980 von deutschen Studenten der TU Berlin neu entdeckt und in Projektarbeit mit Hilfe von Jugendlichen aus ganz Europa teilw. restauriert. Aktivitäten: angeln, radeln, Walsafari in Stø. Älteste Kirche (16.Jh.) der Vesterålen in Langenesværet.
Die E 10 verläuft am Sortlandsund. Hadselbrücke (1.020 m) mit Ultraschall-Schranke gegen räuberische Füchse.
Stokmarknes. Hurtigrutenmuseum, zeigt die Geschichte der berühmten, von Richard With hier gegründeten Schifffahrtslinie. Hadsel mit achteckiger Kirche (1824) und Grabhügel aus der Wikingerzeit. Schiffstouren zum Raftsund und Trollfjord (s.u. Svolvær). Melbu. Moderne Trawlerflotte. Vesterålsmuseum (lokalie Kulturgeschichte) lässt eine Zeit lebendig werden, in der die großen Handelshäuser Nordnorwegen beherrschten. In der zweiten Julihälfte Kultur- und Festveranstaltungen, Vorträge ("Sommer-Melbu"). Auf der Westseite der Insel herrliche Aussicht auf die Vesterålen und die Lofoten. Fähre Melbu-Fiskebøl (30 Min., 10x tägl.).
Svolvær (4.120 E.), Hauptstadt der Lofoten. Fischindustrie, besonders Dorschverarbeitung. Das Stadtbild wird von dem Berg Svolværgeita mit seinen Ziegenhörnern geprägt. Nordnorwegisches Künstlerzentrum mit interessanten zeitgenössischen Ausstellungen. Das Krigsminnemuseum gibt ein Bild der Zeit von 1940-45. Fähre Svolvær-Skutvik (Str. 81/E 6) 2 Std. Von Svolvær faszinierende Schiffsausflüge. Der Trollfjord ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Lofoten, ein kurzer, schmaler Fjord, dessen Felswände senkrecht aus dem Wasser aufsteigen. Vågan Kirche, die "Lofotenkathedrale", eine Holzkirche mit 1.200 Plätzen. Der Trollstein vor der Kirche soll als Altar verwendet worden sein, als König Øystein die Gegend im Jahre 1120 christianisierte. Oscarskaret, wo Oscar II., Håkon VII. und Olav V. ihre Namen eingetragen haben.
Kabelvåg. Interessante kleinstädtische Bebauung abseits der E 10. Lofotenmuseum in Storvågan, an der Stelle, wo im Mittelalter Vågan, die nördlichste Stadt Europas, lag. Später entstand hier einer der zahlreichen Küstenhandelsplätze, die jeweils von einem Kaufmann beherrscht wurden (sog. "Dorfkönige"). Lofotenaquarium mit neuem Zentrum für Meeresumwelt. Gallerie Espolin. Rørvik mit Verbindung zum Fischerdorf Henningsvær (lohnender Abstecher!).
Weiter über den Gimsøystraumen und den Sundklakkstraumen nach Vestvågøy mit weniger schroffer Landschaft. Neues Wikingermuseum in Borg, Ausgrabungen einer alten Siedlung aus den Jahren 600-900. Das 83 m lange Haus des Häuptlings wurde rekonstruiert. Auf dem Fjord schwimmt das Wikingerschiff Lofotr, eine Kopie des Gokstadschiffs (tägl. 14 Uhr: mitrudern!). Landwirtschaft um den Hauptort Leknes. Vestvågøy-Museum bei Fygle. Abstecher zu den Fischerdörfern Ballstad, Mortsund und Stamsund.Nappstraumen-Tunnel (1.750 m) nach Flakstadøya. Maut: NOK 65,-. Lohnender Abstecher nach Vikten am rauen Meer (Glasbläserwerkstatt).
Nusfjord (17 km von der E 10 entfernt), eines der ältesten und besterhaltenen Fischerdörfer der Lofoten. Viele Rorbuer. Flakstad. Holzkirche mit Zwiebelturm (1780). Brücke Kåkern bro nach Moskenesøy. Davor Abstecher nach Sund mit Kunstschmiede und pittoreskem Fischereimuseum. Idyllischer Fischerort Hamnøy. Drei schmale Brücken zum zauberhaft gelegenen Fischerdorf Reine. Von Moskenes direkte Fährverbindung nach Bodø (im Sommer unbedingt reservieren!). Die Lofotenstraße endet in dem kleinen Ort Å, einem guterhaltenen Fischerort. Das Fischerdorfmuseum zeigt die Lofotenfischerei und das Küstenleben. Trockenfischmuseum. Der Moskenesstraumen ist ein Gezeitenstrom, der durch die Erzählungen von Jules Verne und Edgar Allan Poe als "Mahlstrom" Eingang in die Weltliteratur gefunden hat. Er trennt die weit draußen im Meer liegende Insel Værøy von den Hauptinseln. Mächtige Berggipfel wie auch Flachland mit Schafzucht und üppiger Vegetation. Ausgedehnte Sandstrände. Vogelfelsen mit Millionen Meeresvögeln, u.a. ca. 80.000 Papageintauchern. Einige seltene Exemplare einer Hunderasse (Lundehund) mit sechs Zehen - einem Extrazeh zum Ausgraben von Vogeleiern - und ohne Fangzähne, damit die Eier nicht zerbrechen. Nord-Værøy-Kirche mit zwiebelförmiger Kuppel. Badestrand Sanden, dicht unterhalb einer 300 m hohen Felswand.
Røst. Inselgruppe, 100 km vom Festland. Millionen Meeresvögel. Kirche (1899). Leuchtturm Skomvær fyr, der südlichste Punkt der Lofoten. Værøy und Røst sind mit der Fähre und Ausflugsschiffen zu erreichen. Außerdem Flugverbindungen von Bodø nach Røst und Værøy.
Highlights:
Andenes Walsafari
Trollfjord
Kabelvåg
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