Reisen durch Norwegen

E 134: Haugesund - Haukeli - Drammen - Oslo (460 km)



Haugesund (31.000 E.). Junge Stadt in alter Schale. Fischerei, Seefahrt, Schiffswerft, Konservenindustrie. Jährliches Film- und internationales Jazzfestival im August. Haraldshaugen, wo König Harald Hårfagre der Sage nach begraben liegt. Granitobelisk und 29 kleinere Monumente, die an die 29 Teile des Landes erinnern, aus denen ein Reich wurde. Karmsund Volksmuseum. Rathaus. Brücke (690 m) über den Karmsund nach Karmøy. Bautasteine "Die fünf törichten Jungfrauen". Ausflug mit dem Schiff auf die Inseln Røvær oder Utsira weit draußen im Meer.
Aksdal. Tysværtunet mit der Auswanderer-Ausstellung "Reise nach Amerika". Zwischen 1860 und 1920 wanderten fast 800.000 Norweger in die USA aus. Norwegen hatte zu dieser Zeit ca. 2 Mio. Einwohner. Die E 134 führt durch eine Meereslandschaft mit bezaubernden Fjorden. Grinde mit Felszeichnungen und Bautasteinen aus der Eisenzeit. Etne mit der Kirche in Gjerde (1675), Holzkirche. Sæbøtunet, typische westnorwegische Hofanlage. Die Straße führt bald reich an Kurven und Tunneln am Åkrafjord entlang. Wasserfall Langfossen mit einer Fallhöhe von insgesamt 600-700 m. Wegscheide Jøsendal. Man kann auch die alte Straße über Steinaberg bru wählen.

Seljestad. Ferienort in unberührter Gebirgsnatur. Imposanter alternativer Routeabschnitt (Pkw) auf der alten Straße durch die Seljestads-Schlucht. Røldal. Stabkiche. Von hier aus schlängelt sich die Straße 700 m hinauf ins Gebirge. Austmannlia-Serpentinenstraße. Wenn schneefrei und offen, unbedingt einen Abstecher über die alte Straße am Dyrskas-Pass machen: Überwältigende Aussicht. Ansonsten durch den Haukelitunnelen. Haukeliseter. Wintersportzentrum und Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark Hardangervidda. Haukeligrend. Abzweigung Str. 9 ins Setesdal. Edland. Meierei mit norwegischen Käsespezialitäten.

Str. 362/37: Edland - Rjukan - Kongsberg
Reizvolle Alternativstrecke, die durch den neuen Tinnsjøveien nicht länger dauert als die E 134. Rauland. Museum mit Skulpturen und Gemälden des norwegischen Künstlers Dyre Vaa. Hinter Rauland steigt die Straße bis auf 1.004 m an. Der Møsvatn ist ein 40 km langer See, im Sommer Linienverkehr. Hardangervidda Nationalpark-Zentrum am See. Rjukanfossen, 105 m Fallhöhe - wenn das Wasser fließt. Rastplatz.
Vemork.
Industriearbeitermuseum im stillgelegten Kraftwerk, 1911 als damals weltgrößtes eröffnet, von großem historischen Interesse. Eintritt inklusive Film. Die Deutschen stellten im Chemiewerk von Norsk Hydro im 2. Weltkrieg schweres Wasser (Deuterium) für eine geplante Atombombe her. 1943 wurde die Anlage von neun norwegischen Saboteuren gesprengt. Im Jahr darauf wurde die mit Deuterium beladene Fähre "Hydro" auf dem Tinnsjø versenkt. Vom Bergrestaurant Rjukan Fjellstue führt der Weg "Sabotørstien" (8 km) nach Vemork. Das neue Kraftwerk von Norsk Hydro liegt im Berginnern.
Rjukan
(6.500 E.) liegt in einem engen Tal. Der kleine Ort
wurde durch den Bau der Anlagen von Norsk Hydro zu Beginn des 20. Jh. zu einem wichtigen Industriestandort. Der Gausta (1.883 m) verdeckt die Sonne vom 1. Oktober bis 15. März. Damit die Arbeiter Sonne bekamen, wurde 1928 die Seilbahn Krossobanen gebaut, die heute jedermann in 5 Minuten auf den Gvepseborg (890 m) bringt. Tinn Museum (Zinn Museum). Die Nebenstraße Rjukan-Tuddal-Sauland (bis zur E 134, 55 km) ist empfehlenswert. Schöne alte Häuser in den Dörfern. Tuddal Kirche. Höchster Punkt der Straße 1.275 m. Dale Kirche (1775). Kraftwerk Mår im Berginnern. Führungen. Die längste Holztreppe der Welt, 1.270 m lang, 3.880 Stufen (trainierte Leute benötigen 2 Std.). Straße nach Langefonn (1.065 m). Von dort eine 2-3stündige Wanderung zum Gipfel des Gausta, von wo aus man bei klarer Sicht angeblich ein Sechstel der Landfläche Norwegens sehen kann. Tinnsjø (460 m tief). Besichtigung des Dampfschiffs "Ammonia", einer ehemaligen Eisenbahnfähre von 1929. Draisinefahrten. Fotosafari. Bolkesjø. Traditionsreicher Übernachtungsort seit dem 15. Jh.

Vinje. Holzkirche von 1796 mit dem Fußboden der alten Stabkirche. Hübsches Dekor. Vinjestoga, wo der Dichter A.O. Vinje aufwuchs. Grab des Dichters Tarjei Vesaas.

Str. 38/45 Åmot - Dalen - Høydalsmo. Schlucht Ravnejuvet. Wirft man Papierschnipsel oder Taschentücher hinunter, werden sie von der besonderen Luftströmung wieder nach oben getragen. Es wird jedoch davor gewarnt, den Versuch mit größeren Geldscheinen durchzuführen. Dalen wuchs nach Eröffnung des Telemarkkanals 1892 zu einem Ferienort. Von dieser Zeit zeugt das prächtige Dalen Hotel. Früher setzten die Reisenden von hier die Fahrt mit der Pferdekutsche über das Haukelifjell nach Hardanger fort. Noch heute kann man mit dem Schiff durch den Telemarkkanal bis Skien fahren (vgl. E 18). Kraftwerk Tokke ist eines der größten im Lande. Weiter auf serpentinenreicher Straße (Str. 45, 14% Steigung) zur Eidsborg Stabkirche (13. Jh.), die dem Schutzheiligen der Reisenden, Nicolaus von Bari, geweiht ist. Vest-Telemark-Museum mit mittelalterlichen Gebäuden. Abstecher auf der Str. 38/355 Richtung Süden nach Fyresdal und an den See Fyresvatn.

Morgedal. Wintersportzentrum, bekannt als "Wiege des Skisports". Hier wohnte Sondre Nordheim, der 1866 die Skibindung einführte und als Gründer des modernen Skisports gilt. Ski-Erlebniszentrum.

Abstecher nach Vrådal (Str. 41). Ort am See Nisser, schöne Insellandschaft. Ferienort mit div. Aktivitäten, z.B. Mountainbiking, Kanu, Biber- und Elchsafari. Nostalgieboot "Fram". Wintersport.

Seljord mit mittelalterlicher St. Olavskirche und Seeungeheuer, dem Pendant zum schottischen Nessie, im Seljordsee.

Str. 36 ab Seljord zum Telemarkkanal. Lohnender Abstecher mit Wäldern, Bergen, Landwirtschaft und Industrie. Man kann von Bø durch Telemark nach Ulefoss und Porsgrunn fahren und den Telemarkkanal kennen lernen.

Nutheim mit prächtiger Aussicht über das Flatdal. *Heddal Stabkirche, Norwegens größte Stabkirche, 1241 eingeweiht. Ältester Teil aus dem 12. Jh. 12 große und 6 kleine Ständer tragen die Dachkonstruktion. Im Chor Gemälde der 12 Apostel. Freilichtmuseum mit schöner Rosenmalerei. Notodden (12.300 E.). Früher Industriestadt mit Kraftwerken und Stahlwerk, jetzt Norwegens "Hauptstadt des Blues". Saggrenda mit Silberbergwerk, das im 17. Jh. in Betrieb genommen und 1957 stillgelegt wurde. Eine Eisenbahn fährt 2,3 km in die 342 m tief gelegene Kongens Grube hinein. Der tiefste Stollen liegt 1.000 m unter der Erde und damit 450 m unter dem Meeresspiegel. Im 18. Jh. waren hier 4.000 Bergleute beschäftigt. Pfad zum Aussichtspunkt Jonsknuten (902 m). Kongsberg (23.000 E.) unweit der drei Wasserfälle des Numedalslågen. Gegründet 1624, ein Jahr nach Entdeckung der Silbervorkommen. Im 18. Jh. zweitgrößte norwegische Stadt nach Bergen. Kirche (1761) mit 2.400 Sitzplätzen eine der größten des Landes. Hübsche Inneneinrichtung im Rokokostil. Bergwerksmuseum in der alten Schmelzhütte. Dazu gehören ein Skimuseum mit einer Sammlung von 5.000 Ehrenzeichen und Medaillen, die von Skiläufern aus Kongsberg gewonnen wurden, und das Königliche Münzmuseum und Waffenmuseum mit Informationen zur Industriegeschichte. Labromuseum mit einer Ausstellung im alten Kraftwerksgebäude über Flüsse und Wasserkraft. Lågdalsmuseum, ein Freilichtmuseum mit 35 Gebäuden, die Kongsberggata mit Häusern aus dem 18. und 19. Jh., Volkstanz und Bauernhochzeiten. Fiskum, eine der kleinsten Kirchen des Landes, Steinkirche aus dem Mittelalter. Naturreservat Fiskumvatnet. Vestfossen. Gamle Vestfossen Kraftstasjon (Wasserkraftwerk und Museum von 1912). Bootstouren auf dem See Eikern. Hokksund. Industrieort, gute Lachsangelmöglichkeiten im Drammenselva. Nøstetangen Museum. Multimediamuseum und Glaskunst-Ausstellung des Nøstetangen Glaswerks (1741-77). Glasherstellung.

Lohnender Abstecher über Str. 35 zum Modum Blaafarveværk und zur Museumsbahn Krøderbahn in Vikersund (s. Str. 7).

Drammen an der E 18, von hier aus weiter nach Oslo.

 

 

Highlights
Vemork Industriearbeitermuseum
Heddal Stabkirche
Bergwerksmuseum in Kongsberg