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Land der kalten Küste

Svalbard (Spitzbergen)

Eines der letzten Abenteuer in Europa liegt genau auf der Mitte zwischen dem Nordkap und den Eiswüsten am Nordpol - der 63.000 qkm große Archipel Svalbard, dessen bekannteste Insel Spitzbergen ist.




Zu den Besonderheiten Svalbards zählt nicht nur die phantastische Natur, sondern auch die Tatsache, daß sowohl Norweger als auch Russen auf den Inseln siedeln - eine Folge des 1920 geschlossenen Svalbard-Vertrages, der allen Unterzeichnerstaaten wirtschaftliche Tätigkeit "sowohl zu Lande als auch in den territorialen Gewässern" gestattet.

Wikinger haben schon im 12. Jahrhundert die Inseln erkundet, auch wenn der holländische Kapitän Wilhelm Barents lange Zeit als Entdecker Spitzbergens galt. Tausenden von Walfängern, die hier im 16. und 17. Jahrhundert ihr blutiges Handwerk ausübten, folgten später russische und norwegische Pelzjäger.

Heute sind der Kohlenbergbau, Forschung und Tourismus wichtigste wirtschaftliche Standbeine. Noch - denn die Kohlevorräte schwinden sowohl in Longyearbyen
(Abb. oben), der norwegischen "Hauptstadt" Svalbards, als auch in den russischen Siedlungen Barentsburg und Pyramiden.

Seit einigen Jahren hat Svalbard steigende Touristenzahlen zu verzeichnen, immer mehr Menschen locken die faszinierenden Naturschönheiten der Inselgruppen zu einem unvergeßlichen Besuch.

Individualtourismus ist mangels Infrastruktur und behördlicher Auflagen allerdings schwierig - wer Spitzbergen bereisen möchte, begibt sich in die Obhut erfahrener Reiseveranstalter.

 

Ausflugsmöglichkeiten

Longyearbyen ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Im Sommer kann man unter anderem an Bootstouren, Küstenfahrten, Wanderungen und Reittouren teilnehmen oder auch Fossilien sammeln.

Im Winter bieten sich Schneemobilfahrten, Hundeschlitten- und Skitouren und der Besuch von Eishöhlen an.

Das ganze Jahr über kann man eine der Kohlegruben besichtigen. Die Unternehmungen dauern meistens einen Tag, es gibt aber trotzdem Möglichkeiten für längere Touren mit Übernachtung.

In Longyearbyen kann man die Gallerie Svalbard besuchen, die neben Bildern des bekannten norwegischen Malers Kåre Tveter unter anderem eine Kartensammlung und eine Büchersammlung hat. Diaschau. Außerdem gibt es hier das Svalbardmuseum mit Austellungen über den früheren Kohlebergbau, Kulturdenkmäler und die arktische Flora und Fauna.

Dies sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die Svalbard Ihnen zu bieten hat.

Wer sich außerhalb der Siedlungen bewegt, ist verpflichtet, zum Schutz gegen Eisbären ein Gewehr mit sich zu führen. Da die Zahl der Eisbären zurückging, wurde der "König der Arktis" 1973 unter Schutz gestellt. Seitdem bevölkern die Tiere wieder große Teile der Arktis, und niemand weiß genau, wie groß der Bestand heute ist.

 

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