Str. 27 u.a.: Lillehammer - Røros
Durch das Gudbrandsdal nach Ringebu. Stabkirche (um 1200). Hier zweigt auch die Querverbindung Fiisvegen/Vinjevegen (Maut) ab, die über das einsame Ringebufjell zur Str. 3 im Østerdal führt. Hinter Ringebu auf die Str. 27. Aus dem Tal der Frya (enge Schluchten) steiler Anstieg auf das Ringebufjell, einen Ausläufer des Rondane-Gebirges. Die Straße durchquert das Gebiet von Venabygd, das sich auch bei Wintersportlern großer Beliebtheit erfreut (zahlreiche Hotels). Kirche (1781) mit reichem Schnitzwerk. Im Sommer ist Rondane nach der Hardangervidda das meist besuchte Berggebiet Norwegens.Es eignet sich hervorragend für Wanderungen über die Hochebene. Von Venabu Wanderungen zu den Myfallene-Wasserfällen oder zur 125 Meter tiefen, sehr engen Schlucht Døjuvet. Das Rondane-Gebirge, das zugleich ein Nationalpark mit einer reichen Flora und Fauna ist und noch viele Spuren aus der Eiszeit und frühgeschichtlicher Besiedlung aufweist, erhebt sich linker Hand. Allein im Vuludal befinden sich ca. 30 frühgeschichtliche Grabhügel. Das Gebirge besteht aus Sand, der in der Urzeit von Flüssen in einem großen Becken abgelagert wurde. Als die Schicht kilometerdick war, wurde der Sand unter seinem eigenen Gewicht zu Stein gepresst. Später wurden die Sandsteinschichten aufgefaltet und wölbten sich zu ihrer heutigen Gebirgsform.
Die Straße steigt bis zu einer Passhöhe von 1060m ständig an. Bei Forrestadseter hat man eine wunderschöne Aussicht über die Umgebung. Weiter geht es in Richtung Folldal. Der Streckenabschnitt Enden-Folldal soll soll zum nationalen Touristenweg erklärt werden und bis 2005 mit einer besseren Beschilderung, mehr Parkplätzen und schöneren Wegen versehen werden. Auf der Str. 219 bietet sich ein Abstecher ins Atnedal an. Von diesen Tal aus führen mehrere Straßen und Wanderwege in die Berggebiete von Gjømtbekkfløyet und Hattfløget.
In Atnbrua am schönen See Atnasjøen lohnt sich ein Besuch des Wasserkraftmuseums mit einem durch Wasserkraft angetriebenen Sägewerk, einem Flößereizentrum und einem Kraftwerk. Von der Str. 27 bieten sich immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Rondane-Gebirge. Kurz vor Folldal liegt das örtliche Freilichtmusem mit Gebäuden aus dem 17. und 18. Jh. In der Gemeinde Folldal gibt es einige Seitentäler mit einer langen und reichen Tradition der Almbewirtschaftung, die eine wertvolle Kulturlandschaft bilden. Fährt man von Enden weiter in Richtung Norden, hat man die Möglichkeit, in das Almtal Døralen abzubiegen. Drei Almen. Nächstes Seitental ist Grimsdal. An der Mautstelle Fußweg zum Fallfossen-Wasserfall in einer schmalen Klamm. Das Tal ist ca. 40 km lang
und verbindet die Str. 27 mit der E 6 im Gudbrandsdalen. Dort befinden sich 53 Almen, verteilt über fünf Almdörfer und einige einzelstehende Almen. Auf dem halben Weg liegt die Grimsdal-Hütte mit der Möglichkeit zur Übernachtung und zum Essen (das Lunsjbüffet ist die Spezialität der Region). Ein weiteres kleines Almtal liegt nördlich von Folldal, das Kakeldalen. Privater Weg (Maut) durch das Tal (Einbahnstraße), gut für eine Wanderung geeignet. Nicht weit entfernt liegt am Berg die Folldal Fjellstue, unvergessliche Aussicht auf das Rondane-Gebirge.
In Folldal liegt außerdem Norwegens längstes Almtal, das Einundalen mit ca. 55 km Länge und ca. 60 Almen, von denen noch die Hälfte jeden Sommer bewirtschaftet wird. Oftmals lassen sich hier kleine Rentierherden und Adler beobachten. Es bietet sich eine Rundtour an, die man entweder in Dalholen, westlich von Folldal oder östlich aus Richtung Alvdal beginnen kann. Alle Almtäler sind auch als Ausgangspunkt für kürzere oder längere Wanderungen gut geeignet. Die zahlreichen Bäche, Flüsse und Seen sind für ihren Fischreichtum bekannt und für jeden zugänglich, der eine "Fiskekort" gelöst hat. In der Stadt Folldal befindet sich ein interessantes Bergwerksmuseum. Ab hier Str. 29 am Fluss Folla entlang nach Alvdal. Freilichtmuseum Husantunet, 17 Gebäude eines Großhofs aus dem 17. Jh.. Aukrustzentrum mit Werken des Schriftstellers, Malers und Zeichners Kjell Aukrust. Lohnender Abstecher auf den Berg Tronfjell (1666m, sehr steile Mautstraße), der das recht flache Østerdal beherrscht. Phantastische Aussicht. In Alvdal geht es weiter auf der Str. 3 nach Tynset. Freilichtmuseum mit Ski-, Schul- und Zeitungsabteilung. Von hier aus weiter auf der Str. 30 durch das Flussal der Glåma. Abstecher nach Vingelen mit lebendigen Traditionen in Schnitzkunst, Fidelspiel und Weberei. Gut bewahrte Holzhäuser mit einigen Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Besondere Kulturlandschaft mit lebendiger Almtradition. Gute Wandermöglichkeiten im Almgebiet und Gebirge.
Weiter in Richtung Røros nach Tolga. Hier wurde früher Kupfer für das Kupferwerk in Røros geschmolzen. Alte Bergmannshäuser in der ehem. Hauptstraße Gata. Kirchen und Schulmuseum. In Os zweigt die "Kupferstraße" Richtung Femundsee und weiter nach Idre, Mora und Falun in Schweden ab.
Røros (5.600 E.) Gebirgsstadt (628m hoch), Zentrum eines ehemaligen Kupferabbauebiets. Die gesamte Innenstadt mit ihren historischen Holzhäusern steht unter Denkmalschutz und strahlt noch immer die einstige Atmosphäre aus der Blütezeit des Bergbaus aus. Røros steht auf der World Heritage List der UNESCO. Besonders malerisch heben sich die hölzernen Arbeiterhäuschen von dem Hintergrund der hohen Schlackenberge ab. Die achteckige Kirche war früher das einzige Steingebäude der Stadt. Interessantes Museum in der ehemaligen Schmelzhütte. Ca. 13 km außerhalb ehem. Bergwerk Olavsgruva (Führungen). Im Bergwerk die einzigartige Konzert- und Theaterhalle. Empfohlen wird warme Kleidung!
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