Reisen in Schweden:
E18: Oslo - Karlstad - Örebro (320 km)
Die E 18 kommt von Belfast - Newcastle - Stavanger - Kristiansand - Oslo
Kungsvägen, "Der Königsweg" bezeichnet die alte Strecke von Kristiania (= Oslo)-Stockholm-Turku-Helsinki-Sankt Petersburg. Die Fremdenverkehrsämter entlang der Route informieren über Ereignisse und Sehenswürdigkeiten.
Oslo, siehe Stadt-Info. Oslo-Vinterbru, siehe E 6.
Hovin kirke, Holzkirche aus dem Mittelalter. Der Wallfahrtsort Michaelisquelle. Fossum Brücke über die Glomma, dem mit 587 km längsten norwegischen Fluß. Er entspringt in Sylarna, führt durch Österdalen bis nach Kongsvinger und mündet bei Fredrikstad in den Oslofjord.
Trabrennbahn Momarken, alter Handelsplatz. Im August veranstaltet das Rote Kreuz den "Momarked", der alljährlich 100.000 Besucher anzieht. Ørje/Hån, norwegisch-schwedische Zollstation, dahinter der Ort Töcksfors. Straße zum Hof Ögårn in Dusserud, der im Zustand von 1819 erhalten ist.
Familienrestaurants & Hotels entlang der Europa- oder Fernverkehrsstraßen im Südosten NorwegensÅrjäng. Trabrennbahn. Der große See Västra Silen, gute Kanumöglichkeiten. Nordmarks Kanuzentrum im Risviken, große Anlage für Touristen.
Straße 172 nach Arvika, das Tinghaus von Långelanda. Gefängnis und Archiv sind erhalten und stehen zur Besichtigung frei. Schmaler Weg in schlechtem Zustand zum Naturreservat * Glaskogen,Wildmark mit 300 km Wanderpfaden. Besser zu erreichen von Glava am Glafsfjord aus.Richtung Süden führt die Straße 172 nach Bengtsfors und Uddevalla. Bei Harnäs Goldgewinnung, 5 g Gold per Tonne Gestein.
Västra Smedby mit dem * von Echstedtska Gutshof, einem karolinischen Herrengut mit Rokoko-Wandmalereien (18. Jh.). Übernachtung mit ProSkandinavia Schecks möglich.In einem Flügel ist ein Lusthaus untergebracht, in dem anderen befindet sich ein schönes Badezimmer. Gehört zu Värmlands Museum.
Borgviks Fabrik (an der alten E 18), Restaurant und Hotel in der alten Fabriksumgebung. Kanal zur Borgviksmühle mit den Hüttenruinen. Nysäter, restaurierte Marktläden aus dem 18. Jh.
Hübsche Strecke von Grums nach Norden Richtung Arvika, vorbei an Värmskog, idyllisch am See Värmeln gelegen. Hier wurde 1846 L.M. Ericsson geboren, der Begründer des großen Telekommunikationskonzerns. Kleines Museum. Weiter an der Klässbol Leinenweberei vorbei, siehe Straße 61.
Die E 18 führt durch einen lichten Tannenwald über den Schotterhügel Sörmon, der sich hier bildete, als das Inlandseis schmolz.
KARLSTAD (79.000). Hauptort in Värmland, auf den Inseln des Klarälv-Delta gebaut, gegründet von Karl IX. Statue auf dem Residenzplatz. Im Theater jenseits des Flusses spielt das Värmland Musiktheater, auch befindet sich hier das Denkmal der Schriftstellerin Selma Lagerlöf. Stora torget mit der Friedensgöttin zum Gedenken an die friedliche Auflösung der schwedisch-norwegischen Union 1905. Die Verhandlungen fanden in einem Gebäude neben dem Marktplatz statt. * Dom (1730). * Östra bron (1770), eine raffinierte Steinbrücke mit 12 Bögen. * Värmlands Museum auf der Landzunge Sandgrund im Klarälv. Kvarteret Almen, mit Stadtgütern, die den Brand 1865 überstanden haben, bei dem ein Großteil der Stadt zerstört wurde. Der Bischofshof (1780) wurde durch den Einsatz von Bischof Niklas Sundberg gerettet: "Der Präsident weinte und betete, der Bischof fluchte und löschte."
* Mariebergsskogen, Freilichtmuseum, Tierpark, Freilichtbühne, Vergnügungspark. Größte Industrie am Ort ist die KMW (Turbinen, Propeller, Kraftwerke). Universität, großer Hafen.
Skoghall. Papierindustrie. Hammarö Kirche (1748), mit Chor aus dem 14. Jh. Schöne Malereien. St. Olavs gryta, Gletschermühle aus der Steinzeit. Aussicht auf den Horizont über dem Väner-See. Hier gingen einst die Pilger an Land, um ihre lange Wanderung zum Nidarosdom in Trondheim anzutreten.
Vänern-See (5.650 km2), größter See Schwedens und drittgrößter Europas, 44 m ü.NN, tiefster Punkt 98 m.
* Gutshof Alster, Geburtsort Gustaf Frödings 1860, Museum, Café. An der E18 der Frödingstein im "Gehölz, wo der Kuckuck sang", wie es im Gedicht heißt. Christian Eriksson hat in den Steinblock "einen alten Bergkobold" gemeißelt. Historischer Dorfladen in Ölme. Östervik Kapelle (1871), früher Tanzlokal, Getreidespeicher und Wohnung des Bildhauers Erik Rafael-Rådberg (gest. 1961).
Kristinehamn (26.000). Industrie und Hafen. Kleinstadtidylle am Markt und am Flüßchen. Mellankvarn Heimatmuseum. 1995 eröffnetes Hafenmuseum. Bootsfahrten durch die Schäreninseln. Auf einer Landzunge im Väner-See steht eine Plastik von Picasso, ein 15 m hoher Kopf eines Indianers. Der in Paris tätige schwedische Künstler Bengt Olsson, gebürtig aus Kristinehamn, konnte Picasso für dieses Projekt gewinnen.
Straße 64 Richtung Filipstad nach Mariestad. * Runenstein von Järsberg (6. Jh.). Fabrik von Björneborg. * Herrenhof Säby (1770), schöne Innenausstattung, Besichtigung, Cafeteria. Wirtshaus Carslund. Die alte Kirche von Söda Råda, siehe E 20.
* Sveafall bei Degerfors. Seit dem 17. Jh. Eisenproduktion, heute rostfreier Stahl. Bekannte schwedische Fußballmannschaft.
Unberührte Natur mit riesigen Gletschermühlen (Jättegrytor), Schluchten und Steinblöcken, die von den Wassermassen der Eiszeit vor 9.000 Jahren ausgewaschen worden sind.
Karlskoga (33.500). Rote Spanfassadenkirche von 1580. Kunstmuseum. Gråbo Arbeitermuseum mit Arbeiterwohnheimen verschiedenenster Stile. Kunstmuseum. "Nobel Industrie" in Bofors, Rüstungskonzern.
* Alfred Nobel-Museum im Björkborns Herrenhaus. Nobels Haus und Laboratorium. Erlebnismuseum für Kinder mit naturwissenschaftlichen, chemischen und technischen Experimenten. Café.
Straße 237 nach Storfors und Filipstad, schöne Strecke. Heimatmuseum in Aggerud (18. Jh.). Autorennbahn in Gelleråsen. Naherholungsgebiet mit Bergmannshof. Café, Dorfladen, Kunsthandwerker u.v.m. Kirche mit großem Fenster als Altarbild. Schleuse im Bergslagskanal.
Straße 243 über Gyttorp und Nora.Granbergsdals hytta, Eisenhütte (1642-1925). Industriehistorisches Denkmal, Café, Kunsthandwerk.
Die E18 führt über den Kilsberg und hinab in die Ebene Närkesslätten. Garphytte Nationalpark mit weitläufigen Wäldern. Museumsbauernhof Annaboda.
Örebro (124.000). * Schloß Örebro auf einer Insel im Fluß Svartå. Baubeginn im 13. Jh., den Vasastil erhielt es 1900. Sitz des Landesregierungspräsidenten. Auf Schloß Örebro wurde 1810 der Reichstag abgehalten, bei dem Marschall Bernadotte zum Thronfolger gewählt wurde. Schloßmuseum, eröffnet 1994. Schloßkrug in Gustav Vasas Reichssaal. Schloßfestival im Juli.
Alte Stadtgüter im * Kulturzentrum Wadköping. Wadköping ist die Bezeichnung der Stadt Örebro in den Büchern von Hjalmar Bergman. Königsstube aus dem 16. Jh., Cajsa Wargels Haus (17. Jh.) mit Küchenmuseum. Handwerker, Verkaufsstände, Märkte, Antiquariat, Café und Bäckerei. Altes Theater, 1853 gebaut und geschmackvoll restauriert. Bezirksmuseum. Technisches Museum im Hafen-Speicherhaus. * Gustavsviksbad, "Playa de Örebro", ein beachtliches Abenteuerbad. Svampen (der Pilz), Wasserturm mit Aussichtsrestaurant.
Nora, Lindesberg und Grythyttan, siehe Str. 60.
Kirche von * Glanshammar (12. Jh.) Kalkmalereien. Runenstein. Vorhistorisches Grabfeld.
- Alternativstrecke:
Oslo - Kongsvinger - Arvika - Karlstad (250 km)
250 km statt 230 auf der E 18 (die alte Hauptverbindung zwischen Stockholm und Kristiania/Oslo). Gute Straßenverhältnisse.
Straße 2: Oslo - Kongsvinger - Grenze, siehe Norwegen.
Straße 61: Grenze bei Eda - Arvika - Karlstad.
Bei Kongsvinger macht der Fluß Glomma eine scharfe Krümmung nach Westen, früher folgte er dem Tal Richtung Sulvik am Glafsfjord.
* Magnor. Grenzverkaufsstellen und Glashütte. Das Friedensmonument wurde 1914 zur Mahnung an den 100jährigen Frieden zwischen Schweden und Norwegen errichtet. Von Schweden und Norwegen gemeinsam betriebenes Fremdenverkehrsbüro "Morokulien". Die norwegische Grenze ist von Svinesund bis Treriksröset 1.657 km lang. Der Eda skog war früher ein mächtiger und gefährlicher Grenzwald. Während der Grenzstreitigkeiten im 17. Jh. wurde die Wehrschanze * Eda skans gebaut, die inzwischen restauriert wurde und als Mahnmal dient. Ortschaft und Grenzstation Charlottenberg.
Åmotfors, stillgelegte Munitionsfabrik, von der Künstlerin Solveig Ternström zum Filmatelier umgestaltet.
Arvika (27.000), Stadt am Abhang zum Kyrkviken, einer kreisrunden Bucht am Glafsfjord.
* Dreifaltigkeitskirche (Ivar Tengborn, 1911). Chormalereien von Simon Sörman mit Motiven des städtischen Lebens.
* Rackstadsmuseum in Taserud, eröffnet 1993. Am Ufer des Sees Racken gab es um die Jahrhundertwende die sogenannte Rackstadkolonie, der u.a. Gustaf und Maja Fjæstad, Fritz Lindström, Björn Ahlgrensson, Bror Lind, Alfred Ekstam und Ture Ander angehörten. Möbel, Keramik, Kunstschmiede etc. Sie sind alle in der freundlichen kleinen Kunsthalle Arvika vertreten. Nebenan liegt das Atelier Oppstuhage des Bildhauers Christian Eriksson zu seinem Gedenken. Auf dem Marktplatz die Plastik Vogelmann von Liss Eriksson. Auf der Torggatan Richtung Kirche eine Statue vom Bruder Christian Erikssons, Elis i Taserud (mit Fahrrad).
Sågudden Freilichtmuseum, alter Bauernhof, schöne Gemälde. Finnische Räucherei.
Neueröffnetes * Fahrzeugmuseum in großer Industriehalle.
Mikaelikirche mit idyllischem Friedhof und der Grabstätte von Christian Eriksson. Gegenüber an der Kirchenmauer seine Skulptur "Demut".
Die einzige Pfeifentabaksfabrik Schwedens liegt in Arvika, Exportschlager ist die Tabaksorte "Borkum Riff". Führungen. In Ingesund Volks- und Musikhochschule. Aussicht vom Storkasberg. Richtung Norden mächtige Wälder bis nach Lekvattnet (siehe Straße 45).
* Klässbol Leinenweberei (Straße 175 Richtung Säffle). Nach herkömmlichen Methoden wird hier auf Jacquard-Webstühlen hervorragendes Tuch, Gardinen und andere Textilien hergestellt, u.a. für das alljährliche Nobelfestbankett und für die norwegischen und schwedischen Botschaften.
Verkauf ab Fabrik. Zinnschmiede und Glashütte. Café in alter Mühle. Klässbolsrunde, eine Rundfahrt zu den Kunsthandwerkern und Möbeltischlern der näheren Umgebung.
Die Straße 175 führt weiter über die 622 m lange, geschwungene Brücke von Skasås links von Glafsfjord. Alternativ kann man über Värmskog zur E 18 fahren.
* Gammelvalva (Alte Welt) in Brunskog (eine Woche im Juli), wo man auf der Landzunge Skutboudden alte Berufe und Traditionen zu neuem Leben erweckt. Hage Gården, das Musikcenter des Opernsängers Håkan Hagegård, wo Sänger, Musiker und Schriftsteller wohnen und mit hervorragenden technischen Möglichkeiten arbeiten können. Möglichkeit zur Besichtigung.
Von Arvika führt eine landschaftlich schöne Straße über Mangskog nach Sunne. In Mangskog erinnert ein Gedenkstein an ein Lied des schwedischen Dichters Fröding. Straße 238 über die Frykdalshöhen, schöne Aussicht.
Fryksdalen, Rottneros und Mårbacka, siehe Straße 45.
Eisenbahnknotenpunkt Kil. In Fryksta sind Überreste von Schwedens erster Eisenbahnstrecke von 1849 erhalten. Die Güterwagen wurden mit Pferden vom Klarälv nach Fryken gezogen und rollten von dort aus alleine zurück. Gedenkstein am Illberg.
* Apertin. Schöner Park mit Tieren und üppiger Vegetation. Tiefe Schluchten. Das Herrengut ist in Privatbesitz, doch im Sommer wird einmal täglich der dortige Rittersaal gezeigt, wo, laut Fröding, der Teufel mit "der alten Gräfin von Gampertin" tanzte. Wirtshaus Kavaljeren.
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