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Tagebuch
aus den isländischen
Westfjorden:
Januar
- Februar 2002
Übersicht

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Tag
47
(28. Februar):
Nach
einer klaren Vollmondnacht präsentiert sich
die Landschaft auch heute wieder wie im
Wintermärchen, nur das Nordlicht lässt
immer noch auf sich warten. Und weil seit Tagen
kein Lüftchen mehr weht, ist der Fjord
komplett zugefroren.
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Winteridylle
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... am gefrorenen Fjord
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Tag
46 (27.
Februar):
Traumhaftes
Winterwetter heute! Schneebedeckte Berge bei
strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen
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Ein
Märchen in Weiß
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Tag
44 (25.
Februar):
Gut
erholt vom Nachtleben gehts nun in die neue Woche.
Die ersten Bilder sind auch schon eingescannt, und
für heute Abend heißt es mal wieder
Vokabeln pauken.
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Tag
42 (23.
Februar):
Der
nächste Schneesturm ist vorbei, und meine
erste durchzechte Partynacht liegt hinter mir. Eins
muss man den Isländern lassen, feiern
können sie! Für heute ist jedenfalls nur
noch Schlafen angesagt ... goda nott!
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Tag
40
(21. Februar):
Es
schneit und schneit und schneit ... Der Weg zur
Arbeit hat sich heute Morgen mal wieder etwas
schwierig gestaltet, aber letztlich bin ich
wohlbehalten und pünktlich eingetrudelt.
Typisch deutsch halt!
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Tag
39 (20.
Februar):
Der
neue Scanner und die Software sind installiert,
eine Bildauswahl getroffen, nun kann der Aufbau des
Archives beginnen. Ungefähr 2500 Motive
verteilen sich in meinem Büro und warten
darauf digitalisiert zu werden. Das absolute Chaos
...
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Tag
37 (18.
Februar):
In
der letzten Woche habe ich angefangen, eine
veraltete Speisekarte eines Restaurants auf den
neuesten Stand zu bringen. Außerdem musste
das Layout mal wieder modernisiert werden. Dazu
dann noch die deutsche und englische
Übersetzung und eben ist das Prachtstück
fertig geworden. Belohnung: Ein leckeres Essen nach
Wahl!
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Tag
35 (16.
Februar):
Das
besondere Licht forderte mich heute mal wieder zu
einer Fotosafari heraus. Zudem war es einer der
seltenen windstillen Tage, die genutzt werden
wollen. Hoffentlich konnte ich die Stimmung auch
nur halbwegs mit der Kamera einfangen.
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Tag
34 (15.
Februar):
Die
Woche neigt sich schon wieder dem Ende zu, und das
Wetter bessert sich zusehends. Unglaublich, aber
morgen bin ich schon einen Monat hier in
Isafjördur. Die Zeit verging bisher wie im
Flug!
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Tag
32 (13.
Februar):
Nachdem
es heute Nacht fürchterlich angefangen hat zu
regnen, bin ich völlig durchnäßt im
Büro angekommen. Meine erste Tat des Tages: Ab
ins Altkleiderlager des Roten Kreuzes in der ersten
Etage! Und nun sitze ich hier mit einer todschicken
Jeans ...
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Tag
31 (12.
Februar):
Alles
halb so wild! Die erste Unterrichtsstunde habe ich
hinter mich gebracht und es macht Spaß.
Eben ist endlich mein erstes "Carepaket" aus
Deutschland angekommen. Inhalt: Wörterbuch,
Kerzen, Handschuhe, Farbfilme, Batterien, Lakritz
und eine Flasche Bacardi.
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Tag
30 (11.
Februar):
Das
Wochenende verlief relativ ruhig und vom
Karnevalsstreß war und ist hier
glücklicherweise nichts zu spüren. So
kann ich mich also völlig ungestört auf
meinen Sprachkurs konzentrieren, der heute beginnt.
Er wird sich dann an zwei Abenden pro Woche bis
kurz nach Ostern erstrecken. Ich bin echt mal
gespannt!
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Tag
26 (7.
Februar):
Lange
mußte ich warten, aber in der letzten Nacht
war es endlich soweit! Mein erstes Nordlicht
flackerte kurz zwischen den Wolkenlücken auf.
Das macht Appetit auf mehr...
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Tag
25 (6.
Februar):
Heute
bin ich mit Dora ins nächste Dorf gefahren, um
einen neuen Scanner zu begutachten. Der Weg dorthin
war schon ein Abenteuer für sich. Über
verschneite und an allen Ecken lawinengesicherte
Straße ging es nach Bolungarvik. Auf dem
Rückweg haben wir bei einem alten Bootsbauern
vorbeigeschaut, der gerade eine Restaurierung
für das Nationalmuseum in Auftrag hat.
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Tag
22
(3. Februar):
Der
Sturm hat sich gelegt und ich konnte mich durch den
Schnee ins Dorf kämpfen. Überall laufen
die Aufräumarbeiten auf hochtouren, um die
Verbindung zur Außenwelt wieder
herzustellen.
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Kein Durchblick mehr...
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Im
Schnee versunken...
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Tag
21
(2. Februar):
SOS
... Flugverkehr eingestellt,
Verbindungsstraßen gesperrt, Stromversorgung
labil! Ich glaube, jetzt haben selbst die
Isländer die Situation nicht mehr ganz unter
Kontrolle. Seit gestern Abend tobt hier ein
Blizzard, man kann die Hand vor Augen kaum sehen
und die Schneewehen türmen sich meterhoch auf.
So etwas habe ich noch nicht erlebt. Und in
Deutschland bricht gerade der Frühling aus ...
unglaublich!
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Tag
19
(31. Januar):
Heute
stand die bürokratische Pflicht auf meinem
Programm. Im Bügerhaus anmelden, die Anmeldung
nach Reykjavik zur Registrierung faxen und morgen
mit der Bestätigung zur Krankenversicherung.
Dann brauche ich nur noch die Arbeits- und
Aufenthaltserlaubnis zu beantragen und schon bin
ich quasi eingebürgert.
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Tag
17
(29. Januar):
Gestern
Abend gab es den Vollmond bei sternenklarem Himmel
und schneebedeckten Bergen zu bewundern ... ein
Augenschmaus!
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Tag
16
(28. Januar):
Und
schon wieder ein Preis! Diesmal eine Gedenktafel,
durch die Umweltministerin Islands persönlich
übergeben. Beim Mittagessen hat sie mir dann
erzählt, daß Jürgen Trittin ein
ganz netter sei ... (ein Schelm, wer böses
dabei denkt)
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Mein neuer Arbeitsplatz
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Dora,
V.I.P., Mike
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Tag
15 (27.
Januar):
Nachdem
ich so langsam beginne mich einzuleben, ist es
jetzt aber mal Zeit zu erzählen, wie es
jemanden hierher verschlagen kann. Also, bei den
letztjährigen Skandinavientagen in Berlin bin
ich auf ein interessantes Projekt gestossen,
welches sich dem umweltschonenden Ausbau der
touristischen Infrastruktur dieser Region widmet.
Dort wurde die bisherige Leistung auch mit dem
Gewinn des Scandinavien Travel Awards
ausgezeichnet. Und zwei Monate später bin ich
schon hier, so schnell kanns gehen. Unter anderem
werde ich in den nächsten Monaten ein
Bildarchiv aufbauen, an einer Homepage mitarbeiten,
Wanderwegekarten erstellen und Workcamps
organisieren. Ich denke mal, Langeweile wird da
nicht aufkommen.
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Tag
14 (26.
Januar):
Bei
meiner heutigen Fotosafari kam plötzlich so
ein Schneesturm auf, daß ein vorbeifahrender
Streifenwagen erbarmen hatte und mich nach hause
gebracht hat. Das Motto "Dein Freund und Helfer"
scheint auch hier zu gelten.
Übrigens, eben habe ich erfahren, daß
Schalke die Lederhosen abgewatscht hat. Na, wenn
das kein Grund ist sich einen seltenen Luxus zu
gönnen ... Prost!
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Tag
13 (25.
Januar):
Heute
ist der Tag, an dem die Sonne das erste Mal in
diesem Jahr wieder über den Berg klettert und
man sie im Dorf für ein paar Minuten sehen
kann. (zumindest theoretisch, wenn nicht diese
Wolken wären) Gefeiert wird trotzdem, mit
"pencakes" ... mmmh ...
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Tag
12 (24.
Januar):
Godan
dag!
Die ersten Vokabeln sind erfolgreich eingetrichtert
und verdaut. Aber wie schon befürchtet, ein
Spaziergang ist das nicht gerade. So richtig
professionell wird es dann ab Mitte Februar, da
werde ich wieder die Schulbank drücken und
einen Sprachkurs belegen. Nun ja, was tut man nicht
alles, um Eindruck zu schinden. Bless!
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Tag
11 (23.
Januar 2002):
Heute
werde ich mal anfangen, mich mit der
isländischen Sprache auseinanderzusetzen. Ich
fürchte, das wird wohl noch so einige
Verzweiflungsanfälle mit sich bringen. Mir
bleibt aber augenblicklich nichts anderes
übrig, denn mit Outdoor-Erlebnissen ist
momentan nicht viel. Der Schnee fällt
inzwischen waagerecht, solch ein Wind herrscht
hier! Da bleibt genügend Zeit zum Lesen,
Schreiben und Malen ...
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Tag
9 (21.
Januar 2002):
Das
ganze Wochenende hat es ununterbrochen geschneit.
Im Ruhrgebiet wäre längst ein totales
Chaos ausgebrochen, aber hier geht alles seinen
gewohnten Gang. Die Tage sind zwar noch sehr kurz,
trotzdem habe ich viel per pedes unternommen, um
die nähere Umgebung kennenzulernen.
Es scheint alles Lebensnotwendige vorhanden zu
sein, aber die Bierpreise sind echt
unverschämt! Ich wohne im Internatstrakt des
hiesigen Gymnasiums, nicht sonderlich
gemütlich, aber zweckmässig
eingerichtet.
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Mein
neues Zuhause
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Tag
5 (17.
Januar 2002):
Ich
bin gut in Island angekommen und es ist wirklich
schön hier! Am Montag bin ich den "Golden
Circle" abgefahren. Auf dem Weg gab es auch Geysire
zu sehen, sehr beeindruckend. Gestern habe ich dann
meine neue Heimat Isafjördur erreicht, ein
ganz kleines "Nest" knapp unter dem Polarkreis.
Mein erster Eindruck ist durchweg positiv, nur mit
der Sprache werde ich wohl so meine Schwierigkeiten
haben.
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Tag
1 (13.
Januar 2002):
So,
nach einer unruhigen letzten Nacht kann das
Abenteuer nun endlich beginnen. Erstmal mit der
Bahn zum Frankfurter Flughafen und von dort weiter
nach Reykjavik.
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