Naturerlebnisse
Eine Reihe europäischer Tierarten bekommt man fast nur in Skandinavien zu sehen;
die bekanntesten sind sicher Biber, Rentier, Elch, Moschusochse und Wal.Obwohl Skandinavien in keiner Weise von Umweltproblemen verschont geblieben ist, gibt es hier zumindest noch weite zusammenhängende Wald- und Hochgebirgsregionen sowie Küstenabschnitte und Vogelinseln, wo sich die Tiere mehr oder weniger ungestört in ihrem ursprünglichen Lebensraum bewegen können.
Wenn wir diesen respektieren und uns als Gäste entsprechend verhalten, dürfen wir mit gutem Gewissen die Bilder unserer Beobachtungstouren vorzeigen.
Je nördlicher man in Skandinavien kommt, desto dünner besiedelt ist das Land. In Mittel- und Nordskandinavien sind somit auch die Chancen größer, unberührte Natur vorzufinden und Wildtieren zu begegnen. Einheimische Tiere können außerdem in den vielen großzügig gestalteten Tierparks bewundert werden; dazu kommt eine Reihe von Safariparks, in denen auch exotische Tiere wie Löwen und Giraffen frei unterwegs sind. Wer Fische nicht angeln sondern beobachten möchte, kann dies in einem der großen Aquarien tun, von denen es in ganz Skandinavien eine große Anzahl gibt.
Viele skandinavische Nationalparks und Naturreservate informieren mit Broschüren oder in Informationszentren über die Tierwelt der Region.
In Dänemark ist man weitgehend auf die Tierparks und Naturreservate angewiesen. Safariparks mit afrikanischen Tieren gibt es in Silkeborg, Givskud und Knuthenborg. Naturgebiete in Almindingen und Hammerknuden auf der Insel Bornholm. In Kolind kann man Hjortens Verden, einen Park mit skandinavischen Hirscharten (auch Elchen!) besuchen.
An verschiedenen Orten in Norwegen werden unterschiedliche Exkursionen angeboten. Von Andenes an der Nordspitze der Vesterålen aus kann man z.B. mit dem Schiff hinausfahren und die bis zu 40 Tonnen schweren Pottwale beobachten. Die wenigen Moschusochsen in Skandinavien leben überwiegend auf dem Dovrefjell. Von Oppdal, Dovre und Kongsvoll aus werden Kurzexkursionen angeboten. In Süd- und Ostnorwegen sind vor allem Biber- und Elchsafaris beliebt.
Zu den bekanntesten Vogelgebieten zählen die Seevogelreservate auf den Inseln Runde, Røst und Utsira; es werden Bootsausflüge veranstaltet. Im Binnenland gibt es ebenfalls Naturreservate mit einem reichen Vogelleben, z.B. das Moor Fokstumsmyra in der Nähe von Dombås oder den Øyeren-See an der Einmündung der Glomma in Akershus (Nordre Øyeren).
In Sjøvegan in Nordnorwegen befindet sich der Polarzoo, der nördlichste Wildpark Europas, wo man fast alle norwegischen Wildtiere hautnah erleben kann.
In Schweden gibt es vor allem zahlreiche Naturreservate, in denen das Vogelleben studiert werden kann, z.B. das Vogelschutzgebiet auf der Insel Knisa, Naturreservate in Jönköping, Vogelreservat Tåkern in Linköping.
Dann gibt es natürlich zahlreiche Safariprogramme: Elchsafaris in Västergötland, Wildreservat in Eriksberg/Blekinge (Elche, Wildschweine), Bibersafari mit Kanu in Värmland, Bärensafari im Nationalpark von Sonfjället in Jämtland, Moschusochsensafari im westlichen Härjedalen. Viele der Tiersafaris werden direkt von den Hotels oder Touristeninformationen angeboten und organisiert.
Zu den besonderen Angeboten in Finnland gehört u.a. eine 12stündige Seehundsafari in Vaasa. An der Paddelstrecke von Juva nach Sulkava in der Gemeinde Rantasalmi befindet sich der erste biologisch erforschte Wassernaturlehrpfad Finnlands. In der Region Savonlinna gibt es außerdem ein Vogelreservat (in Parikkala), eine geologische Ausstellung mit Naturlehrpfad (in Rantasalmi) sowie ein Arboretum und einen Naturlehrpfad des Forstforschungsinstitutes (in Punkaharju).
Nordische Tiere finden Sie u.a. im Tierpark in Ranua, 80 km südlich von Rovaniemi.
Vogelbeobachter kommen in Island voll auf ihre Kosten. In den Westfjorden, in Látrabjarg, gibt es den größten Vogelfelsen der Erde mit einer großen Artenvielfalt und der größten Tordalken-Kolonie der Welt. Die Westmännerinseln sind für ihre zahlreichen Seevogelarten bekannt; hier gibt es die meisten Papageitaucher Islands.
Auf dem See Myvatn in Nordisland ist die Artenvielfalt der dort brütenden Enten sehr groß, und die umfangreichste Kolonie der Großen Raubmöwe der Erde lebt in den Sandwüsten der isländischen Südküste. Überall kann man Seevögel, wie z.B. den Papageitaucher oder auch Eiderenten, Küstenseeschwalben, Wat- oder Zugvögel beobachen. Einige Reiseveranstalter sind auf Vogelbeobachtungstouren, die im Frühsommer stattfinden, spezialisiert.
In Húsavík werden Wal-Beobachtungsfahrten veranstaltet. In der Saison vom 20.6.-15.8. kann man tägl. auf Walfahrt gehen. 1996 wurden auf jeder Tour mindestens 2 Walarten gesichtet.
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