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Campingparadies Skandinavien

Camping und Skandinavien habe eine Sache gemeinsam, sie erleben aktuell einen regelrechten Boom. Doch was ist es, dass  die nordischen Länder, aber auch das Camping so beliebt macht? Sogar so sehr, dass Skandinavien als ein wahres Campingparadies gilt?

In Zeiten der Pandemie, ist es ganz klar die Chance, für eine kontaktarme Reiseform. Zudem sind die skandinavischen Länder, weniger dicht besiedelt, wodurch automatisch weniger Kontakte zustande kommen. Doch die Lust am Camping und auch das Interesse an den nordischen Ländern, stieg bereits vor der Pandemie, und das in jeder Altersklasse.

Skandinavische Trendwörter wie z.B. Hygge, Lagom, Friluftsliv und Fika, verschmelzen vor dem inneren Auge, mit Bildern von faszinierend schönen Landschaften. Wer möchte sich bei diesen unzähligen Möglichkeiten, die uns der Norden bietet, auf nur eine festlegen? Oder genauer gesagt, auf nur einen Standort? Der Schlüssel zur Antwort lautet – Campingurlaub.
So mancher fragt sich nun: Camping??? Ernsthaft???
Ein Campingurlaub, ist bestimmt nicht für jeden etwas, dass ist auch in Ordnung. Doch bringt diese Form des Reisens einige Vorteile mit sich. 

3 Gründe für einen Campingurlaub in Nordeuropa

1. Beim Camping kommt jeder auf seine Kosten

Campingurlaub gibt es in den verschiedensten Formen. Als Wanderer, Fahrradfahrer, Biker oder PKW-Fahrer bietet sich neben dem klassischen zelten, auch das Übernachten in einer Hütte auf einem Campingplatz an. Wohnwagen sind gebunden an einen Campingplatz, wohingegen Wohnmobile, Kastenwagen und Bullis, zudem auf sogenannte Stellplätze ausweichen können. Campingfahrzeuge sind nicht gerade günstig in der Anschaffung, doch ist es ebenfalls möglich sich z.B. ein Wohnmobil zu leihen. Sogar erst im Zielland. Beachten sollte man hier jedoch, das man dieses auch fahren/beherrschen KANN und je nach Größe auch fahren DARF.

Hat man sich schließlich final, erst einmal für eine Reise- und Unterkunftsart entschieden, hat man die Qual der Wahl. Die Auswahl an Plätzen, an denen man sein Nachtlager aufschlagen darf, scheint endlos. Vom Naturcampingplatz mit Plumpsklo bis zum 5 Sterne Campingplatz mit Wellness-Anwendungen ist alles dabei. Zudem, locken diverse ungewöhnliche Unterkunftsarten, wie z.B. eine Nacht in einem original samischen Lavvu (das „Tipi“ der skandinavischen Ureinwohner). Gebettet auf Rentierfellen und Birkenzweigen, lässt sich so die Campingübernachtung, direkt mit einem kulturellen Erlebnis kombinieren. 

Egal für welche Art des Campings Sie sich entscheiden, es wird eine unvergessliche Erinnerung.

2. Der Roadtrip-Gedanke an die grenzenlose Freiheit

„Born to be wild“ – Bilder der legendären Route 66 spielen sich wie ein Film im Gedankenkino ab. Doch ist es nicht nötig, dafür den großen Teich zu überqueren. Auch hier in Europa, können gleichwertige Abenteuer bestritten werden. Skandinavien ist ein regelrechtes Campingparadies und das nicht ohne Grund.

In jedem skandinavischen Land, gibt es hunderte bis tausende Camping- und Stellplätze. Sie bieten einem die Freiheit, entlang der Traumrouten zu reisen, aber auch um dort länger zu bleiben, wo es einem besonders gut gefällt. Nationale Touristenrouten, führen entlang der schönsten, spektakulärsten und sehenswertesten Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Und trotz der Bezeichnung „Touristenroute“ findet man hier, das Gefühle der Freiheit, Ruhe und Unabhängigkeit, hinter jeder Kurve. 

Die Straßen sind mal breit, mal schmal, gefolgt von geschotterten Abschnitten. Der Weg durch den Norden kann kilometerweit nur geradeaus führen, oder es folgt eine Strecke mit Serpentinen der nächsten. An anderen Orten führen die Wege über die unterschiedlichsten Brückenkonstruktionen, oder durch schier endlose Tunnel. Nicht zu vergessen sind die Kreisverkehre, welche dann und wann auch in Kombination mit Tunneln vorkommen. Eins ist bei einem Roadtrip durch das Campingparadies Skandinavien sicher, langweilig wird es nie.

3. Die Nähe zur Natur

Campingplätze in Skandinavien, liegen oft in idyllischen Gegenden. Mitten in den Bergen, an Fjorden, an glitzernden Seen, an traumhaften Stränden oder imposanten Wasserfällen. Ein Campingurlaub, schafft immer eine Verbindung zum Leben mit und in der Natur. Besonders in Skandinavien, ist es unabdingbar mit der Natur und vor allem auch nach dem Wetter zu leben. In der Stille und Ruhe die einem die Natur bietet, fallen andere Geräusche umso mehr auf. Das Pfeifen des Windes, das Knarren eines Baumes, oder das Rascheln eines Tieres im Dickicht, lassen einem beim einschlafen, dass ein oder andere Mal aufhorchen.

Die naturnahen Campingplätze, eignen sich hervorragend, als Start und Endpunkt von Wanderungen. Oft sind es nur wenige Meter bis zu einem Wanderpfad oder einer Angelstelle. Je nach Region, können sich auf Plätzen auch Fahrräder oder Kajaks geliehen werden. Oder wie wäre es, morgens nach dem aufstehen, den Tag mit einem Sprung in den See zu beginnen.

Der absolute Klassiker beim Camping in Skandinavien, ist es sich über einem Lagerfeuer ein Würstchen zu grillen. Fast alle Camping- oder Stellplätze verfügen über Feuerstellen, an denen sich der Abend in freier Natur, wildromantisch ausklingen lässt. Bei einem Campingurlaub in Skandinavien, sind es immer die kleinen Herausforderungen und die großen Abenteuer, die das Campen spannend machen.

Alles lebensnotwendige, auf kleinstem Raum dabei zu haben, um neue, unbekannte Ziele zu entdecken. Denn der Weg, ist das Ziel. Zu sehen wie sich auf dem Weg nach Norden, die Landschaft mit jedem überquerten Breitengrad, weiter verändert. Das Gefühl der absoluten Unabhängigkeit – das bietet das Campingparadies Skandinavien.

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Über den Autor

66º NORDISK

Kerstin ist seit einigen Jahren dem Skandinavienfieber verfallen.
Sie reist alleine mit ihrem Camper durch die nordischen Länder und berichtet auf ihrem Blog 66 Grad Nordisk von ihren Abenteuern. Darüber hinaus schreibt sie auch gerne für Nordis.

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