Klangküche Musik

Simen Lyngroth – Ein mordernes Märchen aus Norwegen

Am 03. April erscheint das zweite Album des Norwegers Simen Lyngroth auf Apollon Records. Die Lieder auf Lyngroths Zweitling „Looking for the spark like it’s just around the corner“ entführen uns in eine märchenhafte, aber doch moderne Umgebung, in der sich die Hauptfigur auf die Suche nach “the spark“ begibt. Die Suche nach diesem einen Gefühl, nach diesem einen kleinen Funken ist Lyngroths roter Faden. Es ist die Suche nach sich selbst. Eine Suche, vor der man sich verschließen, der man aber auch offen und neugierig gegenübertreten kann. 

Die Songs auf dem Album erzählen eine zusammenhängende Geschichte, die in Zusammenarbeit mit der New Yorker Schriftstellerin Celia Pain und dem norwegischen Illustrator Thomas Emil Jacobsen entstanden sind. Man kann die Musik hören, die (Kurz-)Geschichten lesen und die Illustrationen im Booklet betrachten. 

Wir haben mit Simen Lyngroth über sein aktuelles Album und die Zeiten in denen sein Album erscheint gesprochen. 

Wie geht es dir?

Gut, danke. Wegen des Coronavirus versuche ich die meiste Zeit im Haus zu bleiben, und ich bin sehr glücklich, dass ich mit einigen guten Freunden von mir zusammen lebe. 

Bitte erzähl uns und unseren Lesern ein bisschen von dir und deinem neuen Album.

Ich bin Simen Lyngroth – ein norwegischer Singer Songwriter. Ich stehe kurz vor der Veröffentlichung meines zweiten Albums und das fühlt sich großartig an! Ein Redakteur beschrieb den Klang meiner Musik als “Radiohead-inspirierte Elektro-Balladen”. Die Musik ist definitiv Indie, und ich neige dazu, meine fragilen Songs mit Rock- und Elektro-Elementen zu unterstützen. 
Das kommende Album ist von einem meiner Lieblingsmusiker, Kristoffer Lo (Highasakite), produziert. Er tauchte in mein musikalisches Universum ein und schaffte es, den Liedern einen zusätzlichen Hauch von Magie zu verleihen. Das Album ist als eine zusammenhängende Geschichte geschrieben und ich habe mit der Schriftstellerin Celia Pain aus New York und dem norwegischen Illustrator Thomas Emil Jacobsen zusammengearbeitet. Gemeinsam haben wir versucht, ein modernes Märchen als Erweiterung des Albums zu schaffen. 

Hier eine kleine Hörprobe…

Das Coronavirus hat Auswirkungen auf die Wirtschaft. Inwieweit bist du persönlich, dein Umfeld sowie deine bevorstehende Albumveröffentlichung davon betroffen? Wie ist die Situation in Norwegen im Allgemeinen im Moment?

Es ist sehr traurig zu sehen, dass viele meiner besten Freunde und Kollegen in diesen Tagen ihre Arbeit verlieren. Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Job als Gesangslehrer und Musiklehrer an einer Schule für Musik und darstellende Künste behalten habe. Wir unterrichten derzeit online. Ich bin aber auch sehr beeindruckt, dass viele der Menschen, die ihre Arbeit verlieren, neue und kreative Wege finden, um ihre Musik zu teilen! 
Wir werden keine Konzerte in der nächsten Zeit spielen können, aber ich glaube, dass es immer noch einen Bedarf an Musik und Kunst gibt. Deshalb bringen wir das Album immer noch heraus. 
Die Situation in Norwegen ist im Moment sehr ernst. Wir müssen alle zu Hause bleiben, um die Schwächsten vor dem Virus zu schützen. 

Wie sieht einer normaler Tag bei dir zur Zeit aus?

Ich verbringe meine Tage am Klavier und an meinem Laptop. Ich unterrichte Studenten und schreibe neue Musik! Dies ist auch eine gute Zeit, um Musik zu entdecken, und ich hatte viel Zeit, um Klassiker wie Elton John und Newcomer wie “I am K” (was magisch ist) zu hören. 

Dein Album heißt “Looking for the spark like it’s just around the corner”. Der Titel hat für mich im Kern etwas Positives. Man kann sein Glück finden, man muss nur danach suchen und an sich selbst glauben. Ist es am Ende so einfach?

Für mich geht es bei dem Titel eher darum, in der Zukunft gefangen zu sein. Ich verbinde den Titel mit dem Zuckerbrot und Peitsche-Prinzip – als ob der Funke gleich überspringen würde, aber dennoch weit außerhalb der Reichweite wäre. 

Was ist dein persönlicher Lieblingsplatz in Norwegen, den die Menschen dort unbedingt besuchen sollten?

Ich muss sagen, die kleinen, gemütlichen Städte entlang der südnorwegischen Küste! Sie sind so charmant und perfekt für entspannte Sommernächte. 

Hast du ein deutsches Lieblingswort?

Ich kenne nicht viele deutsche Wörter, aber eine meiner besten Freundinnen kommt aus Deutschland und sie hat mir das Wort “Ohrwurm” beigebracht. Das ist so ein schönes Wort, wenn man ein Lied im Kopf hat, und es funktioniert auch auf Norwegisch ohne Übersetzung! 

Was ist dein norwegisches Lieblingswort und warum?

Ich muss “hybelkanin” sagen. Es ist ein Wort für die Art von Staub, den man unter dem Sofa findet, wenn man ein paar Wochen lang nicht gesaugt hat. Im Englischen könnte man es mit “The One-bedroom flat rabbitst” übersetzen. 

Bild / Text: © backseat, Hamburg

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