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Norden – The Nordic Arts Festival

Titelbild: © NORDEN Festival

Nachdem das NORDEN Festival im vergangenen Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt werden musste, ist eine Absage in diesem Jahr keine Option – Das NORDEN Festival findet statt! Vom 26. August bis zum 12. September 2021 kommen Künstler:innen aus Deutschland, Schweden und Norwegen, Litauen, Estland und vielen weiteren nordeuropäischen Ländern auf die Königswiesen in Schleswig. Das Festival bietet einen kreativen und spannenden Querschnitt aus Popmusik, Straßentheater und Literatur, Workshops, Film sowie sportlichen Aktivitäten für Klein und Groß.

Nordis ist seit 2019 Medienpartner des NORDEN Festivals, denn dieses Duo passt einfach perfekt zusammen. Auf der einen Seite ein tolles Festival mit zahlreichen Künstler:innen unter anderem aus Skandinavien, auf der anderen Seite Deutschlands bekanntestes und beliebtestes Skandinavien-Magazin. In diesem Jahr dürfen wir zwei Wochenendtickets für das zweite und dritte Festivalwochenende (2.9.-12.9. und 9.9.-12.9.) verlosen!

Um teilzunehmen, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an verlosung@nordis.com mit dem Betreff “NORDEN Festival” und erzählen Sie uns, was Sie spannend am NORDEN Festival finden. Das Zufallslos entscheidet. Einsendeschluss ist der 22.08.2021, der/die Gewinner*in wird von uns am 23.08.2021 per E-Mail kontaktiert.

© Johannes Schäfer

Im Nordis-Magazin 4/21 haben wir ein Interview mit Manfred Pakusius und Marno Happ, die Veranstalter des NORDEN Festivals, über das anstehende Festival geführt.

Als wir uns vor einem Jahr unterhielten, war gerade eben die Ausgabe 2020 abgesagt worden. Was hat das zurückliegende Corona-Jahr Euch als Festivalveranstaltern abverlangt? Gab es Unterstützung?

Marno Happ: Die letzten Monate waren schwierig, aber wir haben die Zeit genutzt, um unser Festival inhaltlich aufzuwerten, besser zu vernetzen und eine pandemiegerechte Ausführung zu planen. Dies ging nicht ohne staatliche Unterstützung. Dafür sind wir sehr dankbar!

Manfred Pakusius: Außerdem haben die NORDEN-Fans uns die Treue gehalten und ihre Tickets nicht zurückgegeben. Auch alle Sponsoren und Partner sind nach wie vor an Bord. Das macht uns sehr glücklich!

Klingt, als sei die Idee hinter dem Festival voll aufgegangen!

Manfred Pakusius: Genauso ist es! Nachhaltige Themen, aktuelle Kultur aus Nordeuropa, Workshops und Kulturvermittlung im ländlichen Raum sind die Eckpfeiler – und das kommt offensichtlich sehr gut an.

Marno Happ: Ebenfalls wichtig sind für uns die Königswiesen am Strand des Ostseefjords Schlei. Ein magischer Kraftort, der für das Festival wie gemacht ist. Überraschend war für uns von Anfang an das Engagement der Schleswiger Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft,  Politik und Kultur. Inzwischen gibt es über 100 Nordlichter, die uns bei der Bewerbung unterstützen.

Vor einem Jahr sagtet Ihr, die nachhaltige Ausrichtung des Festivals würde 2021 noch sichtbarer. Wie grün ist der NORDEN inzwischen?

Manfred Pakusius: Unser Fokus lag in diesem Jahr vor allem darauf, unser nachhaltiges Rahmenprogramm auszubauen – was uns gelungen ist! Wir haben neben unserem treuen Partner RENN.nord weitere Akteure gewinnen können, die nachhaltigen Themen eine Plattform geben und diese mit Motivation innerhalb des Festivals thematisieren. In diesem Jahr wird es ein Nachhaltigkeitszelt zur Energiewende von Watt 2.0 und Recase geben. Zusätzlich organisieren Studierende der Europa-Universität Flensburg am zweiten Wochenende einen offenen Hörsaal in unserer Scheune. Eine nachhaltige Ausrichtung ist ein ganzheitlicher Prozess, der nie einen Endpunkt finden wird. Dennoch: Der NORDEN wird immer grüner!

Lasst uns gemeinsam auf das Festivalprogramm 2021 schauen. Wie viel Skandinavien steckt in Musik, Film, Lesung und Straßentheater?

Marno Happ: Das Booking war geprägt von der Verschiebung des Festivals und den Reisebeschränkungen. Zum Glück sind unsere Kultur-Organisatoren bestens vernetzt, und wir konnten auch einige Künstler aus unserem geplanten Programm des letzten Jahres übernehmen. Schweden ist musikalisch am stärksten vertreten. Ich freue mich sehr auf The Late Call (3.9.) und Vilma Flood (12.9.). Mithilfe des Kulturministeriums SH, der DFG und »Das Finnische Buch e. V.« konnten wir den Autor Annti Tuomainen (10.9.) und den Circus Helsinki (2.–5.9.) einladen. Das Festival wird eröffnet von der Sängering lùisa (26.8.), die norwegische Musikerin Signe Marie Rustat (27.8.) wird auch auftreten und aus Dänemark kommt der Film »Aquarella«, den wir Open Air am Strand des Ostseefjords Schlei zeigen (29.8.). Nicht zu vergessen der Singer und Songwriter Jesse Markin (10.9.) aus Finnland tritt ebenfalls auf den Festival auf. Insgesamt haben wir in diesem Jahr an zwölf  Festivaltagen 30 verschiedene Programmpunkte aus Skandinavien.

Manfred Pakusius: Aber unser Festival ist ja auch Spielort für Kultur aus den baltischen Staaten und Polen. Mit der europäischen Kulturhauptstadt KAUNAS 2022 (12.9.) und dem Estland-Tag (28.8.) zeigen wir einen aktuellen Ausschnitt populärer Kultur aus dem Baltikum. Das gesamte Programm gibt es auf unserer Homepage sowie im NORDEN Magazin, das in Schleswig-Holstein und Hamburg an vielen Kulturpunkten kostenfrei ausliegt.

Ihr habt Euch dem Gemeinschaftsprojekt Festival Playground angeschlossen. Was hat es damit auf sich?

Marno Happ: Der Festival-Playground ist ein Gemeinschaftsprojekt von über 80 deutschen Festivals, das von der Festivalplattform Höme initiiert wurde. Wir arbeiten z. B. durch eine Besucherumfrage und ein Workshop-Wochenende mit den anderen Festivals an einer innovativen Festivalzukunft. Im Vordergrund stehen dabei Themen wie Nachhaltigkeit, Krisensicherheit und Antidiskriminierung. Wir freuen uns sehr über den Zusammenschluss und letztendlich profitieren auch die Besucher von unserer Netzwerkarbeit.

Die Pandemie hat die Kunst- und Kulturszene extrem hart getroffen. Wird sich die Kulturnation Deutschland Eurer Meinung nach zukünftig verändern?

Manfred Pakusius: Wir können ja nur für den Bereich der populären Kultur sprechen. Die Veränderung hat sich schon im vergangenen Sommer gezeigt. Es wurden viele neue Konzepte ausprobiert und die wenigsten Veranstaltungen haben funktioniert. Strandkorb- oder Picknick-Konzerte haben sich als praktikabel erwiesen und werden uns sicherlich auch noch nächstes Jahr begleiten. Die größte Veränderung war sicherlich die Digitalisierung in der Kulturbranche. Das Streamen von Konzerten und Lesungen kann gewiss kein Livekonzert ersetzen. Dennoch wird die Professionalisierung in diesem Bereich dazu beitragen, dass Streaming-Angebote zukünftig eine größere Rolle im Umfeld von Kulturveranstaltungen spielen werden. Ein Beispiel: Auf unserem Festival treten Künstlerinnen und Künstler aus zehn nordischen Ländern auf. Möglicherweise werden wir neben den fünf Spielorten in 2022 noch ein Streaming-Zelt haben, wo wir live nach Stockholm oder Tallinn schalten können. Oder wir zeigen die Show einer Band aus Gdańsk einige Wochen vor unserem Festival auf unserem Festival-Video-Kanal. Erfolgreiche Veranstaltungen entwickeln sich weiter und gerade in Krisen gilt es offen zu sein für Veränderungen.

Official Aftermovie 2019:

Familienfestival:

Weitere Impressionen des Festivals:

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NORDIS Redaktion

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